Byte.FM
17Apr08
Der ein oder andere kennt bestimmt schon das Internetradio Byte.FM. Dennoch möchte ich es hier vorstellen, da es meiner Meinung nach den Begriff “Radio” wieder mit Substanz füllt. Die Philosophie dahinter:
Music Non StopAb dem 11. Januar, 12 Uhr Mittags, bringt ByteFM alles, was in der modernen Pop-Musik wichtig ist- gestaltet und moderiert von Journalisten.
Keine “HitHits”, keine Computerrotation, dafür neue und alte Platten, Interviews und Hintergrund- informationen über Szenen, Bands, Entwicklungen und Zusammenhänge.ByteFm berichtet von Musik und ihren Machern, von kleinen Clubs und großen Sälen, in Deutsch- land und überall.Es gibt moderierte Sendungen, Mitschnitte von Live-Konzerten und exklusive Mixe von lokalen und internationalen DJs.
Das tolle an der Geschichte ist, dass das wirklich stimmt. Und es wird so ungefähr jeder Musikgeschmack bedient. Von Elektro bis Reggae. Bekanntes und Indie, neues und altes. Und mit dem Standalone Player kann man Byte.FM bei bestehender Internetverbindung auch ohne Browser hören.
Die Moderatoren sind manchmal nicht gaaanz so flüssig wie man es aus dem Autoradio gewohnt ist, doch die Themenauswahl reisst das um längen wieder raus. Denn hier ist nicht wichtig, wer schon mal geblitzt worden ist und was die Zuhörer von Verona Poth halten, sondern die Musik steht im Mittelpunkt. Man erfährt wissenswertes über die Label, Geschichten der Bands und alles Nötige rund um die Sprache die wir alle mehr oder weniger verstehen. Alles in allem ein wohltuender Service. Musik hören ist eben nicht gleich Musik hören. Denkt mal darüber nach…
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Warum können die nicht normal streamen, wie zehntausende andere Radiosender auch?
Musik hören ist nicht gleich Musik hören, deswegen höre ich auch kein Radio. Ich kenne keinen Radiosender (und es gibt auch welche, die nicht nur HITSHITSHITS spielen) bei dem ich mehr als 50% der Musik gut finde. Deswegen höre ich nur selbst zusammengestelltes. Und ich lerne trotzdem noch genügend neue Bands kennen.
Radio ist was für Leute, die nicht mit Musik umgehen können. Das ist wie MS Windows. Oder Fertigmahlzeiten.
Ich kann mich meinem Vorkommentator dahingehend anschliessen, dass ich diese “Blitzstrom” Radios für unterirdische Erfindungen halte. Die Produktdesigner, die sich solche Dinge ausdenken, sollte man an ihren ….. Aufhängen und warten bis sie keine Schmerzen mehr spüren. Mein schnurloses Internetküchenradio kann kein Flash und daher wird Byte.FM auf mich als Hörer verzichten müssen, daran ändert auch dieser sog. Standalone Player nichts. Der Lautstärke Regler ist eine Zumutung, die Panasonic - Werbung enervierend, ich erwarte, das die Musik AUS ist, wenn ich auf den “Pause” Knopf drücke und warum der Player auf meinem Mac im Pause-Mode mehr Prozessor Last erzeugt als beim abspielen wissen wohl nur die Leute von “Adomedia” oder “Macrodobee” oder so.
Konzept hört sich nett an, Programm auch aber die technische Umsetzung auf der Playerseite MANGELHAFT.
- Spirou
leider habt ihr nicht verstanden was ich meine, dass liegt vermutlich daran, dass ihr nicht nachgedacht, sondern nur eurem frust gegen radios luft gemacht habt - egal wo der auch herkommen mag. ok, aber das gehört dann ins off topic.
wenn ihr musik als kunst anerkennt, dann stimmt es, dass die meisten, ja fast alle herkömmlichen radiosender vergewaltigung betreiben. das tolle an byte.fm ist, dass sie eben nicht so vorgehen, sondern diese kunst respektvoll behandeln. wenn man sich mit diesem radio beschäftigt hätte, wüsste man dies.
hey, ob ihr das hört oder nicht ist mir völlig lachs. ich möchte an dieser stelle nur vor voreiligen und unqualifizierten verurteilungen warnen…
wenn ihr mit den technischen vorrausetzungen nicht klarkommt, weil eure hardware das nicht mitmacht ist das allein euer anliegen. willkommen im web 2.0. und über designe könnte man bis zum ende der welt streiten. außerdem kommt es bei denen auf den inhalt an. die (schön schlichte und sehr übersichtliche) verpackung ist sekundär (stichwort: usability!). oberflächlichkeit hat sich noch nie ausgezahlt! denkt mal darüber nach…
hmmm… hab mich selber noch nicht damit beschäftigt, bin auch überhaupt kein (internet)radio fan, muss ekeldude aber insofern recht geben, dass sich sein text auf den inhalt von byte.fm bezieht und nicht auf das konzept ‘radio’ bzw. die gestaltung der benutzeroberflächen. also macht ma halblang jungs…
Na wenn es denn sein muss nehme ich ebend auch darauf bezug:
Ob sie Musik respektvoll behandeln ist doch vollkommen Wurst, denn spätestens >95% ihre Hörer tun das nicht, behaupte ich einfach mal. Schön das sie es machen, echt nett. Aber das kümmert doch keinen; das ist schon seit Ewigkeiten so. Willkommen im Jahr 2008.
Wie geht man eigentlich mit Musik respektvoll um? Das wüsste ich gern, wie das hier gesehen wird.
Um noch ein paar Sachen außerhalb des Themas klarzustellen, die nicht Gegenstand weiterer Diskussionen werden sollen:
Ich habe keinen Frust auf Radio. Ich mag einfach das Prinzip nicht, ich kontrolliere lieber, was ich höre, zumal sowieso, wie schon geschrieben, der meiste Teil des Programmes nicht meinen Vorstellungen entspricht. Weiterhin würde ich, wenn ich den Sender denn wirklich hören wollte, schon mit den Vorraussetzungen klarkommen - allerdings finde ich es doch seltsam, dass man dafür einen extra Player braucht, wenn es doch im Grunde das gleiche Prinzip (streaming) wie bei den zehntausenden anderen Internetradios ist. Aber ohne das Teil würde man die Werbung ja auch nicht an den Benutzer kriegen. Ja klar, ohne Panasonic als Sponsor könnte man so ein Projekt auch nicht hochziehen. Es ist also vielleicht ein notweniges Übel.
(Und wenn du von “usability!” redest, dann lese doch bitte noch einmal den vorletzten Satz von Spirou aufmerksam durch, denn Oberflächlichkeit hat sich nie ausgezahlt.)
Naja, Du hast das “respektvoll mit Musik umgehen” auf den Tisch gebracht, also solltest Du auch die Definition liefern. Schließlich weisst Du ja offensichtlich auch, was mit respektlosem Umgang gemeint ist, ich kann mir darunter jedenfalls nichts vorstellen.
Evtl. wäre damit dann der Dudelfunk gemeint. Da lauscht man der Musik nicht wirklich. Man könnte dies als respektlosen Umgang mit Musik ansehen. Da hier aber wohl das Konzept ist, dass die Musik nicht einfach abgespielt wird, sondern umrahmt ist von Textbeiträgen etc, ist es schon viel eher so, dass man die Sendung “aktiv” hören muss. Darüberhinaus wird wohl auch eine spezielle Klientel angesprochen (durch den Playerzwang noch viel mehr), die Mühen auf sich nimmt, diesen Sender zu hören und denen entsprechend das wohl auch am Herzen liegt. Die Zahl 95 % mag für Radio Superhits, das beste aus blabla… stimmen, hier finde ich es ein wenig hochgegriffen.
Sind Zeitschriften denn auch respektloser Umgang mit Worten, weil das halt redaktionell aufbereitete Texte sind und nicht nur Hochlektüre?
I lol’ed
(respektloser Umgang mit Kommentarfeldern.)
“Auf den Tisch gebracht” hat es ekeldude
Und meine Definition von “respektvollem Umgang mit Musik” ist ebend, dass man sie aufmerksam hört, sich bei gefallen und der bestehenden Möglichkeit (d.h. vor allem: genügend Geld) auch kauft und (klingt bescheuert) “in den Dialog” mit ihr geht. Respektloser Umgang ist dann so ziemlich das Gegenteil davon, wie man sicherlich vermutet konnte. Meine Definition stand hier aber garnicht zu Frage; ich woltle nur wissen, wie es hier (also von ekeldude) gesehen/definiert wird, es kann ja sein, dass man da komplett anderer Meinung ist und deshalb anneinander vorbei redet.
Die >95% sind vielleicht ein wenig hochgegriffen (gelten aber durchaus für Radiosender insgesamt), dürfte aber trotzdem noch weiter über der Hälfte liegen, da ich ernsthaft bezweifle, dass so viele Hörer einen so breit gefächerten Musikgeschmack haben und deshalb dem Gro der Titel “respektvoll” (nach meiner Definition) zuhören.
Ja gut, aber seine Definition hat er ja dementsprechend im Artikel dargelegt. Das Problem ist, dass Du Dich gerne auf einen elitären Standpunkt zurückziehst, der andere Arten des Zugangs zum Lebens schnell abkanzelt. “Radio ist was für Leute, die nicht mit Musik umgehen können.” Das klingt ja nichtmal provokant (auch wenn es natürlich provoziert hat), für mich klingt das eher abstrakt, albern und nicht zuletzt unsympathisch.
Mit Musik “in den Dialog” gehen ist halt schwer, weil ein Lied einen Monolog vorträgt, den man interpretieren kann oder auch nicht, die gegengesetzte Richtung ist schwer. Wenn dann im Rahmen einer Sendung noch Infos geliefert werden, die das Interpretieren erleichtern/überhaupt ermöglichen ist das doch cool.
Ich mag übrigens Fertigmahlzeiten… aber ich will mit dem Essen auch nicht in den Dialog treten.
ich verstehe gar nicht wieso alle denken man könne byte.fm nicht auch über stream von der seite aus hören. vll habe ich mich nicht besonders geschickt ausgedrückt, aber euere missinformation zeigt mir, dass sich niemand auch nur annähernd damit beschäftigt hat. ich mein der playbottom ist doch wirklich nicht zu übersehen.
und zum “respektvollen” umgang mit musik oder kunst insgesamt:
da gibts für mich keine definition. kunst ist nicht universelles. es ist verdammt individuell. dabei kommt es auf erfahrungen und emotionen an, die jeder persönlich gemacht hat und die jeder ganz persönlich damit oder hiermit verbindet. auch welches umfeld auf die persönlichkeit eingewirkt hat ist nicht zu vernachlässigen.
das einzige was mir wichtig ist, ist ein aufmerksamer umgang mit meinem gegenüber. das ich ihn als souveräne persönlichkeit akzeptiere und seine meinung respektiere. wenn mir nun ein künstler gegenübersitzt, gilt das selbe. sein “werk” kann für mich gut oder schlecht, gehaltvoll oder oberflächlich sein - oder gar alles in einem. doch ist es kein pausenfüller, weil all die mühe und all das herzblut welches vergossen wurde nicht umsonst gewesen sein sollten. und ein lied von fünf auf zwei einhalb minuten zu kürzen, weil dann noch werbung vor den nachrichten kommt, missfällt mir arg. da geht es nicht mehr um musik.
alles was ich euch sagen wollte ist: da gibt es einen radiosender, der sich der musik widmet. hört ihn oder nicht, ihr wisst jetzt jedenfalls, dass es auch anders geht.