King Of IDM

22. Januar 2008

Chris Clark. Clark. Irgendjemand schon mal gehört? Für mich ist dieser junge Engländer aus der Nähe von London der Held der Arbeit des Genres IDM (Intelligent Dance Music). Ehrlich gesagt, konnte ich mit diesem Begriff bis vor einem Jahr auch nicht viel anfangen. Aber wenn man dann liest, dass zu dieser Electronica-Sukultur auch solch wohlklingende Namen wie Autechre, Aphex Twin oder Venetian Snares gehören, ergibt es alles einen Sinn. Denn das waren alles Bands bei denen ich nie wusste, wo ich sie einordnen sollte, außer eben unter dem sehr weitgreifenden Begriff ‚Electro‘.

Nun gut. Clark, wie sich Chris seit 2006 nur noch nennt macht Musik, die wie der Name schon sagt, tanzbar ist, aber eben doch nicht richtig. Es fällt ein bisschen schwer, weil man nicht genau weiß, wie man sich denn jetzt dazu bewegen soll. Es gibt in seinen Stücken zwar meist einen durchgängigen Beat, aber der wird ständig von unzähligen Cuts und Breaks zerschossen, dass man, sobald man denkt man habe einen geeigneten Bewegungsablauf gefunden, unterbrochen wird und wieder umdenken muss. Intelligent eben.

Trotzdem macht es unglaublich Spaß seinen komplexen, sehr abwechslungsreichen Werken zu lauschen. Die einzelnen Lieder sind schon gut, aber am Besten ist es, sich eines seiner fünf Alben am Stück anzuhören, da die Songs fließend ineinander übergehen wie bei einem DJ Set. Allerdings sei auch hier wieder gesagt, dass Mr. Clark nicht unbedingt massenkompatibel ist. Mehrere seiner seit nunmehr über einem Jahr in meiner Bibliothek auf heavy rotation laufenden Stücke habe ich schon gelöscht weil ich auch nach mehrfachem Hören einfach keinen Zugang zu diesem manchmal schlichtweg ‚elektronischen Krach‘ gefunden hab. Und Musik die nicht gefällt, fliegt raus. Auch wenn ich dann eben nur noch ein halbes Album auf dem Rechner hab.

Nichtsdestotrotz kann ich diesen Herrn nur jedem empfehlen, der nach ein bisschen Abwechslung von Ed Banger, Kitsune und Kollegen dürstet. Anhören, verlieben und dann damit prahlen, dass man auf dem weiten Electro-Feld gerade ganz neue Wege beschreitet 😉

Absolute Börner Stücke sind „Friday Bread“, „Shonny“, „Vengeance Drools“ und „Lady Polindrome“, allerdings meist schwer zu finden. Auf seiner Homepage kann man die Lieder vom neusten Album aber zumindest anspielen lassen. Ich stell ausnahmsweise mal gleich zwei Videos rein – „Ted“ und „Herr Bar“ weil sie meiner Meinung nach bemerkenswert gut sind.

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10 Responses to “King Of IDM”

  1. Sebastian Says:

    Ich finde zu Elektrozeug generell nur schwer Zugang, bin halt ein Kind des einfachen, pathetischen Happy Hardcore 🙂

    Aber was anderes: Also ich gehe davon aus, dass das jetzt Du geschrieben hast, also Sara. Nur leider geht das aus dem Theme nicht hervor. Was machen wir denn da?

  2. kidyeah Says:

    sara hats nich geschrieben. ich wars 🙂

  3. Sebastian Says:

    Siehste, da geht’s schon los ^^

  4. saripari Says:

    Ja, das Problem hab ich auch schon bemerkt. Ich weiß leider echt nicht mehr weiter, ich find dieses hier auch ziemlich ranzig, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Ich würd sagen ihr spielt einfach mal rum. Ich glaube ich will wieder „The Journalist“, egal, wie langweilig das war.

    Und was die Musik angeht: Interessanterweise kann ich bei Chris Clark echt nicht ans Tanzen denken, sondern eher an gechillte Abende mit viel MDMA. Nun gut, jedem das seine… aber IDM ist schon was feines!

  5. kidyeah Says:

    sind ja auch seine langsameren sachen 🙂

  6. Sebastian Says:

    Also das Theme von vorher fand ich wirklich geil, weiss nicht, wie das heisst. Da hat auch der Header gut gepasst.

  7. saripari Says:

    Grau/Rot? Fand ich auch gut.. Ekeldude war nicht begeistert.

    @KidYeah: Ich finde auch seine schnellen Sachen nicht wirklich tanzbar, also schon, aber irgendwie.. nicht da, worauf ich gerne abgehen würde. Eher, tja, genau das, was es ist: Intelligent Music, und das Dance kann man sich ggf. dazudenken 😀

  8. saripari Says:

    Kann man mit leben. Aber ey, das mit dem „Wer sind denn die“ is ja sowas von scheisse. Jetzt mal im Ernst. Das is ja nich mal mehr im Ansatz lustig.

  9. Sebastian Says:

    Also das mit msbw: them und : us fand ich schon richtig, ich meine richtig gut.

  10. kidyeah Says:

    nochma kurz was zur musik @saripari: klar is das nich unbedingt tanzmusik im ‚traditionellen‘ sinne und wenn man es zuhause hört erst recht nicht, aber ich war mal auf nem set des dem genre ebenfalls zugehörigen berliners
    Monolake und glaub mir, da kann man durchaus gut abgehen 🙂

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