Like A Virgin

27. Januar 2008

Vor ungefähr einem Jahr war ich auf einer 80’s Party mit einer Freundin, die ihre Zeit hauptsächlich damit verbringt, zu saufen und assi zu sein. Der Abend war richtig lustig, ich war total betrunken und trotz kitschiger achtziger Jahre Mukke hat’s echt Spaß gemacht.

Daran musste ich heute denken, als ich im Auto saß und tatsächlich freiwillig meine 80’s Playlist anschmiss, um dann laut zu Madonna’s „Holiday“ mitzugröhlen. Wenn ich ein Kerl wäre, hätte ich wohl ab jetzt schlechte Aussichten auf funktionierende Mann-Frau-Beziehungen, aber peinlich ist es irgendwo trotzdem- zumindest wenn man sich mit Menschen abgeben muss, die einen anblicken, als würde man in der Vergangenheit leben. Und bis vor einem Jahr hätte ich selbst noch so gedacht, aber meine Asi-Freundin hat mich bekehren können. Die Liebe zu gutem englischen Punk bestand schon immer, The Clash- oh mein Gott, THE CLASH, aber an achtziger Jahre Disse-Musik wollte ich mich bis jetzt eigentlich nicht herantasten.

Und damit habe ich anscheinend ein großes Stück Kultur verpasst, dass ich jetzt gerne nachhole. The Cure! Gibt es denn ein cooleres (und ich meine COOLERES) Lied als „Lullaby“? Ja ja, die Frisuren waren echt eine Zumutung, aber gerade geht mit mir echt der 80’s Revival durch, selbst was die Klamotten angeht (Hallo Fasching, ich komme!), die man in einzelnen Stücken auch gut mit der heutigen Mode kombinieren kann…

Zurück zur Musik: Ich bin es leid, ständig so zu tun, als wäre es das wichtigste, immer nur die angesagteste, hippeste Musik zu hören! Es gibt so viele gute Sachen, die in der Vergangenheit liegen, und es ist gut, wenn man sich mal darauf einlässt. Das es nicht jedermann’s Sache ist, schon klar, und anscheinend war ich noch nicht auf genug 80’s Partys, damit es mir aus dem Hals raushängt wie vielen anderen, aber es macht Spaß, mal einfach nur Tanzmusik zu hören, die nicht komplett aus Synth-Britney-Rotz besteht und nicht ausschließlich von Timbaland produziert wird.

Und jetzt, meine persönliche Nummer eins der 80’s „Ich bin ein Ohrwurm, holt mich hier raus!“ Tracks: „Straight Up“ von Paula Abdul!

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17 Responses to “Like A Virgin”

  1. Sebastian Says:

    Eins ist jedenfalls sicher, in den 80ern wurde die Synthikunst perfektioniert. Ultravox, OMD, Human League, das sind ja alles gute Sachen, kann man nicht meckern. Nur hübsch war das alles nicht unbedingt.

    Straight up ist auch so ein Ohrwurm, besser jedenfalls als Rush Rush 🙂

  2. kidyeah Says:

    „…und nicht ausschließlich von Timbaland produziert wird.“ Oder den Neptunes. Wie kreativ diese beiden Hitschmieden auch sein mögen, ich kanns aucn nich mehr hören 😛

    Als heißen 80er Jahre shice hätt ich noch die hier anzubieten…

    so, jetzt funzt der link auch. keine ahnung was ich da verzapft hab. aber wenn solche friesen, wie in dem video jemals wiederkommen sollten, wander ich aus.


  3. Ich hab‘ vor einem halben Jahr schon festgestellt, dass „the next big thing“ in Sachen Kultur das Revival der 80er sein wird. Man höre schon allein den „Donnie Darko“-Soundtrack, dann weiß man, wieso. Oder „Blue Monday“ von New Order, die Depeche Mode- Sachen. Ich bin immernoch dabei mich in die 80er einzuhören und bin deshalb für Tipps in Sachen „gute Musik“ sehr dankbar. Wenn ich nur DSL hätte..

  4. MuGo Says:

    Och nööööö, nicht die Achtziger…

    Entschuldigung, ich bin Jahrgang 1986 und kenne gerade einmal viereinhalb gute Lieder aus diesem Jahr – mit anderen Worten: Es war das schlechteste Jahr der Popgeschichte! Und ich denke das nicht von ungefähr; ein Jahr, das mit 198 beginnt, kann einfach nichts gutes hervorbringen…

  5. Sebastian Says:

    Eine Marotte der 80er sind irgendwie fröhliche und tanzbare Protestsongs. Da fallen mir zum Beispiel ein Midnight Oil – Beds are burning, Billie Joel – We didn’t start the fire, Eddy Grant – Gimme Hope Joanna oder Ultravox – Dancing with tears in my eyes (mit einem Video, das mich immer noch jedesmal fertigmacht: http://youtube.com/watch?v=fOKMxMjc8Mk ) Gut, der Link bringt Dir jetzt nichts, fiel mir nur grade ein.

    Davor und danach mussten Protestsongs wieder weinerlich sein, aber in den 80ern war alles erlaubt 🙂

  6. Ivy Says:

    Ich mag die 80er, aber die 70er waren dafür nicht sooo prickelnd… und MuGo: Wart erst mal bis die echt beschissenen Popperklamottenfarbkombinationen für Männer aus den 80ern wieder hip sind 😛

  7. saripari Says:

    MuGo: Es IST ja auch Geschmackssache, von daher kann ich dich da absolut nicht verurteilen! Ich muss auch ehrlich sagen dass ich die 80er nicht ganz so ernst nehme, wie ich vielleicht sollte, und nutze die Gelegenheiten eigentlich eher für Autorumgröhlmusik… das kann echt von Madonna bishin zu Duran Duran über die oben genannten New Order reichen (NEW ORDER! Ich finde es fast schändlich, die als ACHTZIGER Jahre Musik zu bezeichnen. Das wäre ja wie Goethe’s Faust als Sinnbild der Weimarer Klassik zu bezeichnen… aber hauptsache es fällt in die Zeit rein, meh meh).

    Heinz, damit hattest du wohl gut recht… die lang erwarteten Achtziger. Wie gesagt, solange uns die Techno-Schranzer-Szene der 90er erspart bleibt und wir beim puristischen Techno der heutigen Zeit bleiben, ist mir alles recht 😀 An Empfehlungen soll es nicht mangeln, hör dir doch erst mal The Cure, Duran Duran, New Order und am besten gleich noch Toto an, dann hast du die besten schon mal 😀

  8. Sebastian Says:

    aber größtenteils die Smiths *sing*

  9. kidyeah Says:

    Mir is grad noch ein ganz großer Klassiker eingefallen, Das müsste heute mal wieder im Club laufen! Scheiße würd ich drauf abgehen.

  10. MuGo Says:

    @kidyeah: Oh, okay, das ist natürlich gute Musik.

    Ich will ja auch gar nicht sagen, dass alles scheiße war – aber mir will nicht in den Kopf, warum jemand „Burning Down The House“ im Original von den Talking Heads besser finden kann als das Cover von Tom Jones…

  11. Ivy Says:

    Vielleicht weil es für eine bestimmte Zeit steht? Oder weil es in wichtigen kuturellen Errungenschaften wie den „Simpsons“ oder „Revenge of the nerds“ eine Rolle spielt oder einfach weil es mindestens 6 Cover davon gibt… und bei den Talking Heads weiß man wenigstens wers war… obwohl Tom Jones unbestritten eine geile Stimme hat und sein Cover genauso gut ist wie das Original…

  12. saripari Says:

    Haha, da hast du recht, Burning Down The House ist von Tom Jones ungefähr NOCH kitschiger und behindert 😀 Aber das zählt ja alles mit, wa?! Talking Heads, steh ich eh nich drauf..

    Zu spin me right round fällt mir immer das ein, NOT SAFE FOR WORK: http://meatspin.com/

    … oh Gott bitte hasst mich nich alle.. :d

  13. kidyeah Says:

    E – K – E – L – H – A – F – T

  14. MuGo Says:

    Oaky, ich hätte mir

    *SPOILER*

    Gaypornos

    *SPOILER AUS*

    schlimmer vorgestellt, aber länger als zwei Sekunden muss ich mir das dann doch nicht angucken…

    Und auf Burning Down The House von Tom Jones lass ich nichts kommen – dass ist Mainstreampop vom allerfeinsten!

    Und zu Ivy: Ja, die Leute sind wahrscheinlich zu den Talking Heads aufgewachsen. Aber trotzdem: Ich weiß doch auch, dass die Sportis nicht singen können und halte „Ein Kompliment“ eine der größten Hymnen aller Zeiten. Da kann man doch einfach mal realistisch sein. Und realistisch im Bezug auf Talking Heads ist einfach: Fahrstuhlmusik. Okay, intelligente Fahrstuhlmusik. Aber mitreißend ist was anderes…

  15. Sebastian Says:

    Ich habe neulich den Drang verspürt, einen Bastard aus Ein Kompliment und Dein ist mein ganzes Herz zu remixen, aber dann habe ich die Lust verloren, weil das zu einfach wäre.

  16. Ivy Says:

    Niedliches Video 😉

    @MuGo: Du verbindest vermutlich etwas damit und obwohl du weißt das es nicht wirklich herausragend ist, findest du es klasse und gut und wichtig… alles andere wär ja wohl auch nicht normal.

    In die Fahrstühle gehört Tom Jones, ich will dort schliesslich Spass haben und für manche Sachen ist der Mann unschlagbar 😉

  17. MuGo Says:

    @Sebastian:

    Da hättest du Heinz Rudolf aber wohl doch ein bisschen pitchen müssen…

    @Ivy:

    Zu Fahrstühlen fällt mir nur ein: „Hören Sie das?“ „Nein…?“ „Genau…!“

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