Mixtape No. 1: Time After Time

6. Februar 2008

Ich hab mir was überlegt. Es ist zwar schön und gut, ganz viel und ganz oft über Musik zu schreiben, aber wenn man die aus dem Zusammenhang damit nimmt, dass man sie ja auch hören sollte, macht es nicht halb so viel Spaß. Deshalb werde ich von Zeit zu Zeit meine „On Rotation“ Playlist als einzelne Tracks hochladen im Internet finden und verlinken und jedem bereitstellen, der Interesse hat. Zu den Songs an sich werde ich natürlich auch meinen Senf geben, und hoffe, dass jeder vielleicht für sich selbst etwas interessantes dabei findet.

Ach so, und jeder ist natürlich herzlich eingeladen, beizusteuern mit seinen Playlisten (und wenn’s nur 3 Tracks sind, mir doch woscht!). Isch fänd’s ja subbi!

Here We Go, Mixtape No. 1 heisst „Time After Time“, weil 1. habe ich das Gefühl, dass die Zeit viel zu langsam und viel zu schnell gleichzeitig vergeht, und außerdem bin ich immer noch (gedanklich und musikalisch) in den 80er Jahren zu finden… das soll aber eigentlich nicht viel über die Playlist aussagen, da sind auch ein paar aktuelle Sachen zu finden.

Mixtape #1

1. The Team – I’m On One
Gefunden habe ich den Track auf einer anderen Playlist Compilation des großen, weiten Internets- und was dazu zu sagen wäre? Stinklangweiliger Poser-Hip Hop. Aber ich STEHE AUF SOWAS! Gottverdammte, ja! Fette Beats, schön viel Gangsta, und außerdem ist es nicht 50 Cent, weshalb es gleich achtausendmal besser ist als alles andere im Hip Hop.

[Download YSI]

2. Rilo Kiley – Silver Lining
Wahre Kenner würden jetzt behaupten, dieser Track steht im direkten Kontrast zu dem ersten, aber ICH sage: Wer Hip Hop macht aber nur Hip Hop hört betreibt Inzest! Jawohl, und so gilt dieses Prinzip für alles in der Musik. Rilo Kiley ist wie eine Mischung aus der wunderbaren, zuckersüßen Leslie Feist und ein bisschen Countrypopgedöhns. Also eigentlich genau wie Feist. Ist ja auch egal. Der Song ist süß.

[Download YSI]

3. Flo Rida – Low ft. T-Pain
.. zurück zum Hip Hop. Der Song ist der Titel zu „Step Up II“, tanzbar, halbwertszeit = noch 4 Mal anhören dann AAH HÖRT AUF! Ihr wisst, wie das ist, im Popgeschäft.

[Direct Download]

4. Souls Of Mischief – ’93 Til Infinity
Oh man, dieser Track! Den habe ich letztens aufgrund irgendwelcher Kommentare zu Skee Lo wieder ausgegraben, und seitdem hab ich ihn nicht mehr weggepackt. Dieser Song ist einfach das puristischste, was es an Rap so gibt. Das Original, sozusagen. Obwohl Skee Lo ja jetzt auch nicht zu verachten ist… egal wie, wer dieses Stück Kultur nicht kennt, kann das direkt mal nachholen!

[Direct Download]

5. Paula Abdul – Straight Up
Jap. Das ist es, was ich an den 80ern liebe. Neonfarbene Jogginganzüge und Paula Abdul. Ich denke, qualitativ ist da nicht viel hinzuzufügen, nur dass das ein geiler Ohrwurm ist und ich wieder Lust auf Karaoke hab.

[Download YSI]

6. Tiga – Three Weeks
Eigentlich ist es total der traurige Song. Wenn man mal so auf den Text achtet. Aber um diese elektronischen Klänge traurig KLINGEN lassen zu können bräuchte man wahrscheinlich ’nen Friedhof und tote Babys oder so. Ich tanze eigentlich zu nichts lieber als zu diesem Lied. Außerdem hat der Typ ’ne geile Stimme. Wenn auch ’ne hässliche Frisur.

[Download YSI]

7. Say Anything – Wow, I Can Get Sexual Too!
Ächz, das ist so ein DJ Ötzi Song.. jetzt nicht, weil’s Deutsch oder Apres-Ski ist, sondern weil’s genauso ein nervtötender Ohrwurm ist. Verkackte Campusband mit schrecklichen Vocals, aber ich kann trotzdem nicht aufhören, dieses Teenie-Post-Emo-Ära Lied zu hören. Außerdem geht es da um Selbstbefriedigung und ich denke, manchmal muss man eben auch mal ehrlich sein.

[Download YSI]

8. Margaret Berger – Samantha
Cooler Dissentrack, hab ich auf irgendeinem Soundtrack entdeckt. Berger hat viele gute Sachen gemacht, zumindest die, die ich gehört habe. Electroclash mit Frauenvocals ist eigentlich noch nie schief gegangen… gibt ja auch nicht viel, was man falsch machen kann, wenn man Lärm produziert. Naja.

[Download YSI]

9. Naive New Beaters – Can’t Chose
Offiziell der seltsamste, unkategorisierteste Song, den ich kenne. Ein bisschen Rodeo-Elecro-Indie-Zeuchs, und ich habe keine Ahnung, wovon der Typ rumheult. Erinnert mich ein bisschen an The Rapture, obwohl das eher Perversion als Assoziation ist. Hm. Egal.

[Download YSI]

10. Pete Yorn – Strange Condition
Der männliche Gegenpart zu Feist! Obwohl Pete Yorn doch ja mehr Ecken und Kanten hat, als man in diesem Song heraushört. Aber wenn ich ehrlich bin, fasst die Zeile „storys and cigarettes ruined lives of lesser girls“ mein ganzes Leben zusammen, auch wenn man das objektiv jetzt nicht ganz nachvollziehen möchte. Ich mag dieses Lied. Es ist das beste Autofahrlied, was es gibt, nach Paula Abdul.

[Direct Download]

11. Prince – Get Off
Ich zitiere: „Get off – 23 positions in a one night stand
Get off – I’ll only call you after if you say I can
Get off – let a woman be a woman and a man be a man
Get off – if you want to baby here I am (Here I am)“
… Muss man dazu noch mehr sagen? Nein? Alles klar.

[Download YSI]

12. The Cardigans – Erase & Rewind
Ich bin eigentlich kein großer Cardigans-Fan. Liegt auch daran, dass ich bei dem Namen immer an ein bestimmtes Kleidungsstück denken muss und es mich sofort in den Fingern juckt, mal wieder ein bisschen online shopping zu betreiben. NOT COOL. Aber das Lied, das ist okay. Oldschoolpop, aber okay. Und: Ich find die akustische Version fast noch schöner als das Original.

[Direct Download]

13. Cindy Lauper – Time After Time
Ooooch…. ich LIEBE dieses Lied! Es ist ungefähr das kitschigste, traurigste und bescheuertste Lied von allen, weil man überhaupt nicht richtig mitsingen kann, aber was könne ich da immer losheulen! Qualität? Ich scheiss auf Qualität! Hier geht’s um puren Herzschmerz, you know! Nix mit Tiefsinnigkeit! GIB MIR DRECKIG!

[Direct Download]

14. Chuck Prophet – No Other Love
Auch herrlich zum Heulen. DAS ist mal ein Typ, der was von Liebe versteht! Auch wenn er nur ungefähr 3 Zeilen auf seiner Gitarre klimpert. Ich kenne das Original (von wem das jetzt war, keine Ahnung) schon länger, aber diese Version gefällt mir noch viel besser, weil ich sie visuell mit einem Film in Verbindung bringen kann. P.S. Ich Liebe Dich nämlich. Hat irgendwie gepasst. Wörklich scheen!

[Download YSI]

15. Muscles – Ice Cream
Auch hier wieder ein „The Rapture“ Feeling ohne Ende, obwohl viel mehr auf den Electro- als auf den Rockpart gezählt wird. Ein echt geiler, fetter Song, zu dem ich am liebsten Drogen nehmen würde. Nicht erschrecken, Technofeinde, das ist echt ein eingängiges, untechnomäßiges Teil. Warum ich jetzt hier auch von Techno rede, keine Ahnung. Song des Tages. Vor allem der Wortwitz dahinter: „ICECREAM!“ = I SCREAM! AHAHAHAHA. Gott simmer lustig heute.

[Download YSI]

16. Ryan Star – Last Train Home
Oooch. Schon wieder ein Lied vom PS Ich Liebe Dich Soundtrack. Ja, ich weiß, sehr eintönig. College-Alternative-Kuschel-Rock wäre die perfekte Bezeichnung, aber der Song ist halt schon ein bisschen besser als die übliche 3 Doors Down Kackelei. Glaube ich. Ich hab ein bisschen den Überblick zwischen „gut“, „schlecht“ und „Sara, du hattest zu lange keinen Sex mehr“ gehabt. Insofern, verzeiht.

[Download YSI]

So, das war’s! Ihr habt’s überlebt! Und, war’s schlimm? Näh ne? Na also. Viel Spaß mit den Songs und Kommentare wären nicht schlecht, einfach mal interessehalber. Nächstes Mal werd ich auch versuchen das allse mal in ’nem Zip bereitzustellen, nur hatte ich heute irgendwie nicht die Muse.. warum auch immer.. eh. Egal.

Advertisements

3 Responses to “Mixtape No. 1: Time After Time”

  1. saripari Says:

    Naja, es macht nicht so viel Spaß, wenn man die Musik aus dem „Zusammenhang“ (also dem HÖREN) nimmt und nur darüber ewig textet, als wenn man sich ’ne komplette Playlist lädt und sich seine eigenen Gedanken dazu macht und evtl. noch liest, wieso ein anderer jetzt diese Songs so empfiehlt.. eh…

  2. kidyeah Says:

    1. nich mein fall, geht aber geht gerade noch für hiphop.
    2. ich mag feist nicht, aber rilo kiley und das lied find ich sehr cool :). *
    3. ganz übel.
    4. DAS ist guter hiphop. schöner oldskool east coast rap. *
    5. auch leider überhaupt nich mein ding. da mag ich ganz andere sachen aus den 80ern.
    6. hmm…weiss nicht. schmiert ziemlich ab gegen ‚move my body‘. aber ok.
    7. interessant, muss ich glaub ich aber noch ein par mal hören. *
    8. gefällt, sehr schöner bass. auf jeden fall feinste club mucke! *
    9. machen ‚datarock‘ um ein vielfaches besser.
    10. joah… nich so gut wie rilo aber ganz cool. *
    11. hilfe…. wegrenn. allerdings mag ich von prince auch nur ‚purple rain‘. klassiker.
    12. schön. *
    13. WTF?! 80er trip hin oder her, komm mal weg von der dunklen seite der macht!
    14. zu lahm für meine derzeitige stimmung.
    15. hmmm…. muss mich reinhören. *
    16. bisschen arg schmalzig. aber du hast recht, die grenzen verschwimmen.

    sorry für die teils harte kritik, aber du wolltest ehrlichkeit :). sternchen habens in meine bibliothek geschafft.

  3. saripari Says:

    Ahem, Zitat mich selber: „Ist ja auch Geschmackssache“, ich wollte prinzipiell eigentlich nur darstellen was für eine irre bescheuerte, zusammengewürfelte Liste an Musik ich momentan höre.. und ja, #2 ist echt abartig, ich weiß 😀 Ist doch gut, wenn man dann einiges findet, was man selber noch mal hören würde. Was die #15 angeht, leg ich dir das echt ans Herz, ich hab ungefähr 3 Mal gebraucht, aber dieser Track ist einfach bombastisch.

    Und bitte nix mehr gegen die 80er. Da sind noch ganz andere Sachen dabei, von denen du echt nix wissen willst.. 😀

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s