Herzensangelegenheit

7. März 2008

Ja, ich glaube es ist mal wieder an der Zeit. Zeit für einen neuen Artikel und Zeit ein weiteres Mal dem deutschen HipHop hinterherzutrauern. Mann, was war das doch für eine unglaublich entspannter, sorgenfreier und verdammt aufregender Lebensabschnitt. Damals: 1999 – 2001, 10. – 12. Klasse, 15 – 17 Jahre, Hardcore-Abstinenzler – schlimmer Wodka-Lemon Junk, Jungfräulichkeit – Guten-Morgen-Sex, völlige Planlosigkeit – halbwegs-Lebensentwurf. Und immer im Hinterkopf bzw. in den Nebenohrhöhlen: guter deutscher HipHop. Relaxte Beats, Texte die noch Geschichten erzählt haben, Spaß statt Überheblichkeit, Weed statt Koks, „Auf die Bühnen der Jugendzentren und Dorfdiskos bring ich Dirty Dancing und postpubertären Zwangsvulgarismus.“ statt “ Deutsche Mucke ist das Gift und ihr seid gegen uns, weil ich den längsten hab und weil ich damit jeden bums.“.

Ich bin damals gerade von einem dreijährigen Aufenthalt in den USA nach Deutschland zurückgekehrt und war geprägt von amerikanischem Indie und britischem Rock – Oasis, Everclear, Bush, Harvey Danger und dergleichen – was eben in den Staaten gerade so angesagt war. Von HipHop und Rap hatte ich zu diesem Zeitpunkt wenig bis keine Ahnung, auch weil es drüben eben Mitte der Neunziger nichts gab was mich wirklich angesprochen hat: Dre hab ich nicht so wirklich wahrgenommen, Puff Daddy und Gefolge hab ich erfolgreich ignoriert, an Wu-Tang kann ich bis heute nich ran, Gangstarr, The Roots, Mos Def und Konsorten hab ich erst später entdeckt, in die alten Tupac und Biggie Sachen hör ich mich gerade rein. Ich war sozusagen noch unbefleckt.

Zwar hörte ich auch hier weiterhin zu 80% Rock, Punk, und Indie, entdeckte aber vermehrt die deutsche Szene, hauptsächlich bestehend aus der Hamburger Schule – Tocotronic, Blumfeld, Tomte etc. – und Bands wie Readymade, Angelika Express, Sportfreunde Stiller oder The Notwist. Ich hatte gelernt mich soweit wie möglich von deutschem Radio fernzuhalten, kaufte noch CDs und schaute Viva Zwei. Letzterem, mit anderen Worten, dem besten jemals existiert habendem Fernsehsender (aber das ist ein ganz anderes Kapitel…) verdanke ich dann auch meine ersten Gehversuche auf dem Gebiet des deutschen Sprechgesangs. Denn neben ‚Song 2‘, ‚Let Me In‘ und ‚Bleed American‘ rotierten hier eben auch die Videos von ‚Hand auf’s Herz‘, ‚Reimemonster‘, ‚Hammerhart‘ und ‚Fensterplatz‘. Zusätzlich kam hinzu, dass die Clique mit der ich damals noch abgehangen hab nunmal aus Skatern und Kiffern bestand, der Kontakt mehr oder weniger unumgänglich war.

Wie auch immer. Mit eben genannten Songs wären wir eigentlich auch schon bei meinen Helden der damaligen Zeit: Eins Zwo, die Mongo Klikke um die Beginner, Ferris und Dynamite Deluxe, aus Stuttgart Afrob, aus München Blumentopf. Mit Curse oder Spax, den Massiven oder Spezializtz, allem was aus Heidelberg kam oder dem damals noch im Untergrund fungierenden Kool Savas konnt ich noch nie was anfangen. Auch wenn ich den Text zu ‚Pimp Legionär‘ immernoch fast auswendig kann und seine Crew M.O.R. doch den ein oder anderen wirklich guten Titel hatte. Später kamen jedenfalls noch Tefla & Jaleel, RAG, Nico Suave, Creutzfeldt & Jakob und ab und an Azad dazu.

Damals war es scheinbar in jeder zweiten Stadt Deutschlands möglich smoove Beats mit intelligenten Texten zu kombinieren, sodass man sogar mit Recht behaupten konnte, die deutsche Szene hatte einen eigenen Stil entwickelt, ein Art Gegenpol zum amerikanischen Gangsta und Bling Rap als auch eine gewisse Abgrenzung zum rauhen, harten (NTM) bis wahnsinnig flowendem (IAM) Sound der aus Frankreich dröhnte. Die Künstler haben ihre Musik ernst genommen, aber nie zu ernst. Klar wollten auch jeder von seinem Hobby leben können, trotzdem hatte man immer das Gefühl, dass Profit erstmal nebensächlich war und der Spaß im Vordergrund stand. Klar wurde auch hier und da gedisst – man erinnere sich nur an die Sticheleien zwischen Samy und Azad oder MC Rene und… ja, jedem eigentlich – aber es gab Collabos en masse und es herrschte generell ein freundlicher Umgangston. Das Splash! war noch eine Familienangelegenheit und fest in deutscher Hand. Zu den Konzerten kamen Jungs in ranzigen Jeans, Eimsbush Hoodies und ausgelatschen Etnies, Emericas oder DCs.

Und dann kam irgendwann, relativ plötzlich und warum auch immer, der Bruch. Eingeleitet von dem meiner Meinung nach letzten wirklich herausragendem Album dieser Zeit ‚Deluxe Soundsystem‘ von Dynamite Deluxe. Weder Blumentopf mit ‚Eins A‘ noch Eins Zwo mit ‚Zwo‘ kamen an ihre jeweilgen Vorgänger ran. Die Beginner versuchten es zwei Jahre später nochmal mit ‚Blast Action Heroes‘ gingen aber musikalisch schon ganz andere, kommerziellere Wege. Viele andere konnten ihren selbst gesetzten Standards nicht mehr gerecht werden, verschwanden in der Versenkung, lösten sich auf oder versuchten mehr oder weniger erfolglose Stilwechsel.

Klar gibt es viele der damaligen Künstler noch, is ja nich so dass die alle auf einmal entschieden haben alles an den Nagel zu hängen. Aber schaut euch das doch mal an! Blumentopf entwickelt sich seit Jahren nicht mehr weiter, die Beginner haben sich scheinbar vollends dem Pop verschrieben und Samy schiebt Doppelkinn und Wampe vor sich her und macht einen auf Gangster. Wobei er dabei bei weitem nich der einzige ist, schaut nur mal bei MySpace was aus Mr. Schnabel geworden ist… Der Rest werkelt entweder wieder im Untergrund mit wackeligen Videos und schlechter Promo oder hat die Zeichen der Zeit erkannt und aufgegeben. Leute wie die Fantas, D-Flame und Fettes Brot hat eh noch nie jemand ernst genommen. Potenzielle Nachfolger wie Deichkind oder Clueso gingen sehr schnell andere Wege.

Und dann kams ganz dicke. Aggro Berlin erlebte einen kometenhaften Aufstieg. Bushido, Sido und B-Tight warfen mit expliziten Texten nur so um sich. Leute wie Azad und Kool Savas gaben sich dieser Art des Raps nun auch vollends hin. Raptile und Eko wollten einen auf dicke (amerikanische) Hose machen. Das Unvermeidbare nahm seinen Lauf, jetzt bestimmt Berlin das Geschehen und wir haben Fler, Massiv, Baba Saad und Konsorten an der Backe. Von Frauenarzt oder King Orgasmus red ich erst gar nicht. Obwohl ich bis heute bei ersterem nicht sicher bin, ob das nicht alles nur eine sehr gut inszenierte Show ist und er sich insgeheim ständig ins Fäustchen lacht.

Warum verdammte Scheiße ist das so?! Klar, das Angebot bestimmt die Nachfrage. Ich nehm es daher der heutigen ‚Jugend‘ auch nicht übel das sie sich in XXXL Shirts, New Era Caps, Edel Nike Sneakers und Goldketten wirft um ihren Vorbildern nachzueifern. Es gibt ja nix anderes! Wenn man eben damit aufwächst. Was man nicht kennt vermisst man nicht. Bezeichnend ist doch wie wenig Aufmerksamkeit Dendemann’s ‚Pfütze des Eisbergs‘ vor anderthalb Jahren geschenkt wurde. Endlich mal wieder ausgefeilte, intelligente Texte. Aber das interessiert die Kiddies heute nich mehr. Die wollen Zeilen à la „ich hab den größten“, „ich fick deine mudder“ und „fuffies im club“ und nix anderes.

Trotzdem frag ich mich warum die Hochzeit des deutschen HipHops so abrupt zu einem Ende kam. Lag es einfach daran dass „alten Idolen die Ideen ausgingen“? Hatten die alle einfach keinen Bock mehr auf diesen ‚Stil‘? War er nicht mehr lukrativ genug, so dass man einfach neue Wege gehen musste? Oder: War es einfach Zeit?

Egal wie, es ist einfach verdammt schade wenn man sich mit raptechnischer Diätkost zufrieden geben muss, wenn man weiß, dass in diesem Land schonmal Sterneküche zubereitet wurde. Auch wenn ich so diese Musik speziell auf ewig mit einem besonders wichtigen, wertvollen und erinnerungswürdigen Lebensabschnitt verbinden und darin schwelgen kann…

Advertisements

15 Responses to “Herzensangelegenheit”

  1. saripari Says:

    Oh, ich verstehe dich so gut. Aber das Ende der guten Hip Hop Zeit in Deutschland würde ich absolut nicht einläuten, immerhin gibt es auch noch genügend Rapper, die zwar nicht populär, aber mindestens genauso gut sind wie ihre „Steinzeit“-Vorgänger. Da fallen mir spontan Huss&Hodn ein, aber es gibt noch so viele unzählige andere Künstler, die so viel drauf haben, ohne sich von dem Gangstergeschleime einlullen zu lassen.

    Andererseits finde ich auch diese Entwicklung nicht falsch, sondern zwingend. Erst wenn es jedem bis zum Hals raushängt, kann man weitermachen. Ist in den USA auch nicht anders. Klar dominiert vor allem in der Jugend der „krasse“ Gangsta Rap (was ich auch in Frankreich absolut so sehen würde), der vom Ghetto spricht (dass es so in Deutschland halt nicht gibt, egal wie man’s drehen und wenden will), aber auch dort ist der Underground, der „gute“ Rap nicht völlig existenzlos und hat eine große Anhängerschaft. Ich stelle dir mal ein exklusives Mixtape zusammen, deutscher und amerikanischer Rap, der dich umhauen will und garantiert nicht älter ist als 5 Jahre.

    Ach und: Wenn man sich bei den Rappern ein bisschen mal durch den Mainstreamscheiss durchhört, kann man sogar gute Tracks bei Aggro & Co finden. Die will halt nur meistens keiner mehr hören.

  2. kidyeah Says:

    nein, das wollte ich ja auch nicht so sagen. natürlich gibt es noch guten deutschen hiphop und natürlich gibt es auch weiterhin exzellenten amerikanischen rap. dessen bin ich mir sehr wohl bewusst, ich höre ihn ja auch. nur findet das eben so gut wie alles im untergrund (wie ich dieses wort hasse…) statt, bzw. wird kaum wahrgenommen.

    was ich schade finde, ist, dass diese einheitliche deutsche rap-’szene‘ die es um die jahrtausendwende gab, nicht mehr existiert. dieses entspannte miteinander aller beteiligten anstatt dieser lonesome-cowboy mentalität und dem völlig übertriebenen und oberflächlichen rumgepose/-gedisse. massiv angeschossen?! dass ich nich lache. wenn’s früher mal beef gab, dann war der wenigstens ernst gemeint und man hat sich auf einigermaßen niveauvoller ebene mit texten gebattled. dieses kindergartengetue von heute nimmt doch keiner mehr ernst.

    und was aggro berlin angeht: klar is das so. „ansage nr. 2“ hör ich auch heute noch gerne. selbst bushido hat ab und an seine lichten momente. aber… bushido, ich bitte dich…

  3. MuGo Says:

    Was haben eigentlich alle gegen die Fantas und Fettes Brot?

    Die Fantas haben mit Ausnahme von Smudo eh nix mit HipHop zu tun und Thomas D. hat klar gesagt, dass er Popstar werden wollte und nur deswegen rapt, weil er nicht singen kann. Das ist also gar keine HipHop-Gruppe im klassischen Sinne und sollte somit auch nicht mit deutschem HipHop verwechselt werden.

    Und Fettes Brot sind für mich die einzigen noch ernstzunehmenden Rapper der ersten Stunde, weil sie ganz machen,worauf sie Bock haben und nicht, was andere von ihnen erwarten. Wie du selber sagst, dass kann ein Samy Deluxe nicht mehr von sich behaupten. Oder zumindest hat er sich nicht entwickelt sondern ist ein paar Stufen zurückgefallen…

  4. kidyeah Says:

    immerhin macht samy noch hiphop im eigentlichen sinne, wenn auch sehr schlechten (da hilft ihm auch die dynamite deluxe reunion nich viel). fettes brot ist allerdings schon lange lange nicht mehr in hiphop/rap einzuordnen. genauso wie deichkind haben die sich wo komplett anders hin entwickelt. nur damals, als sie noch ‚traditionellen sprechgesang‘ gemacht haben, war er eben auch nie wirklich gut. lustig vielleicht. anders, ja meinetwegen. aber technische versiertheit, gute beats, gute cuts, gute lyrics – meistens fehlanzeige. wie gesagt: spaßcombo.

    und die fantas. hast du dir mal die ganz alten sachen von denen angehört? ich meine das ganze zeugs was noch vor ‚die da‘ kam? das WAR 100% ‚echter‘ hiphop. two turntables and a microphone. sie haben gerappt, mit als erste auf deutsch. klang ziemlich mies, aber so is das eben, wenn man pionierarbeit leistet. sie wurden aber auch nie wirklich besser und sind vielleicht auch deswegen so schnell in die pop-richtung eingeschlagen. sie wären mit ihren texten nie weit gekommen in der hiphop community, schon damals haben ihnen crews wie advanced chemistry (sowenig ich auch torch und toni-l mag) den rang abgelaufen. perfektioniert haben den deutschrap dann sowieso andere, aber auch so hatte bei den fantas nie jemand jemals das lyrische kaliber eines dendemanns oder curse. battletexte, gute freestyles – würden die im leben nich hinbekommen. auch smudo nich. dann doch lieber spaßrap und auf den kommerz-zug aufspringen…

  5. Sebastian Says:

    kidyeah, ich will mit Dir schlafen. Zwar nur mit Gummi, aber trotzdem. Wieder einmal, wie in fast jedem Artikel, bestätigst Du Dich als mein Bruder im Geiste.

    Auch wenn ich Toni L. wirklich mag. Und ein paar Torch-Sachen vor Blauer Ich mach’s mir am liebsten vor dem Spiegel, oder wie die Scheibe hieß.

  6. Sebastian Says:

    Übrigens sieht Smudo inzwischen fast so aus wie Grönemeyer. Da geht eine Metamorphose vor sich.

  7. MuGo Says:

    Das erklärt dann wohl auch die Kollabo…

    @kidyeah: Da wirst du Recht haben – ich weiß zwar, dass es vor 4 gewinnt schon was gab, aber weiter reicht mein Wissen auch nicht zurück. Liegt wohl daran, dass ich 4 gewinnt schon sehr gewöhnungsbedürftig finde, wenn man es mit heutigen Texten vergleicht. Das Niveau ist ja nun nicht sonderlich hoch…

    Naja, auf jeden Fall klingt es so schon netter. Und auf meine Meinung sollte man in Sachen HipHop eh nichts geben – ich hör eh kaum welchen und wenn, dann nur wegen dem Beat oder weil es ein echt guter Text ist. Oder Schwule Rapper von Kool Savas.

  8. Sven E. Says:

    Wenn man sich Interviews mit Samy durchliest, weiß er nicht so genau, was er noch von sich behaupten kann und was nicht.

    Da ich nur selten HipHop höre, verlieren die alten Alben von Fünf Sterne, Beginner, Nico Suave, Dendemann und Blumentopf nicht an Faszination. Ich hör‘ aber auch „Neongelb“ von Kool Savas und K.I.Z.

    Über die Entwicklung von Deichkind und Fanta bin ich froh. Fettes Brot hatten zwar einige gute Lieder, haben aber seit „Nordish by nature“ total bei mir verschissen (und sie hatten ja noch Glück, dass ich das erst 10 Jahre nach Erscheinen gefunden habe).

    Samy sagt, Bushido ist in drei Jahren musikalisch tot.

  9. kidyeah Says:

    @Sebastian: ok, aber nur wenn du mich danach nich anrufst 😉 und mit blauer samt geb ich dir recht. hab ich selber vor nem halben jahr zum ersten mal richtig gehört und finde es eigentlich doch sehr ansprechend. aber toni-l, ne, nie im leben. und dass, obwohl ich an dem typen eigentlich nich vorbeikann – der drummer der safarisounds is ein sehr guter freund von mir. hab ihn ja noch nie gemocht, aber spätestens seit er auf nem konzert mit eben jenen funkanimals in heidelberg den schlechtesten freestyle hingelegt den ich je gehört hab („shit.. irgendwie klappt das heute nich.“) is er bei mit vollkommen unten durch.

    @Sven E.: über die entwicklung von deichkind bin ich auch super froh. ich mein, die sind mittlerweile der beste live act, den dieses land zu bieten hat. und achja, fünf sterne deluxe hatte ich ganz vergessen. wohl auch, weil ich die ebenfalls noch nie mochte 😉 und ja, ich denke samy hat recht…

  10. Sebastian Says:

    Hm, das Bo ist ja nun auch wieder da. Komische Nummer, irgendwie ein klares Rip off von Türlich türlich, ohne echte Skills (einfach mal so paar reingerufene Sätze), aber ich mag’s trotzdem.

  11. saripari Says:

    Deichkind. Deichkind sind meine Helden, und wenn ich die nich bald live sehe, muss ich schwanger werden oder so, warum auch immer. Aber Hip Hop? KidYeah weiß bescheid.

  12. coffeinjunk Says:

    hinter aggro berlin steckt ein kunststudent der für diesen riesen erfolg verantwortlich ist und das ist specter aus berlin. er hat das label gegründet und den jungs ihre identität gegeben. er produziert nicht nur die videos und grafiken sondern bestimmt eigentlich alles was wie von diesen jungs an die öffentlichkeit kommt. ziemlich inteligent ausgeklügelt. als erstes sido als lustiger junk aus dem ghetto, leider sieht dieser aus wie ein milchbubi, deswegen wurde ihm geraten bis zum durchbruch seine maske nicht abzulegen. hiphop ist auf einmal nicht mehr nur brav, sondern hat ein richtiges ghettoimage als die klischeevorstellung von realness, danach war der weg geebnet für ein richtiges gangster album. zwar kommt bushido aus einer reihenhaussiedlung, aber man kann ihm abnehmen ein richtig harter bub zu sein. dann brauchte man noch ein deutsches enfant terrible, deswegen wurde fler gepusht. alles perfekt inszeniert, massiv kommt eigentlich aus pirmasens und wohnt erst seit drei jahren im wahlghetto neuköln. jeder hat seine grossen 5minuten und erwirtschaftet millionen. dieser typ hat einfach vrstanden, dass es dem deutschen hip hop für die massen an aggressionen gefehlt hat, an kopfloser verbaler gewalt, die kids in ihrer pupertät doch eigentlich richtig geil finden, womit willst du dich denn sonst abgrenzen. ich fand stf einfach aus diesem grund immer cooler als blumentopf. es war vorherzusehen, schade drum aber wie schon advanced chemestry vor meiner zeit gesagt hat, ihr war froh ich war dabei…
    frieden liebe kopfsteinplaster.

  13. kidyeah Says:

    Specter? Etwa der aus dem ebenso bekannten wie berüchtigten „Rhymes Galore – 1, 2, 3 from New York to Germany“ Video, der in einem kurzen Abschnitt nen Aufzug volltagged? krass noch nicht gewusst… Ja, und mit Aggro Berlin geb ich dir ja recht – nur zu Beginn, also zu Zeiten als Sido noch bei der Sekte war und Royal Bunker noch wirklich ‚underground‘ fungierte haben harter Battle Rap und aggresive Texte auch so funktioniert und waren bisweilen sogar glaubwürdig. Aber seit ‚Mein Block‘ und allem was danach kam – also der von dir beschriebenen Agrro Geschichte – nimmt man eben keinem der Beteiligten mehr den Gangster ab. Ausser man is grad 14 und hat nie was anderes kennengelernt…


  14. […] Nase in Dinge rein, die ich eigentlich nicht verstehe… so geschehen mit einem Posting namens Herzensangelegenheit bei msc snds bttr wth you, einem Blog das ich hartgesottenen musikalischen Non-Konformisten […]

  15. Sebastian Says:

    Jepp, genau der Specter isses. War auch baff, als ich das erfahren hab 🙂
    Der einzige, der immer underground sein wird, auch wenn ihn jeder kennt, ist eh Taki der Blonde 😀

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s