Paris:

JusticeDaft PunkUffieDJ MehdiSebastiAnBusy PMiss KittinPara OneFeadzNôze

a

New York / Pittsburgh / Washington:

Girl TalkChew FuAC SlaterESTAWTittsworthDLakeBrazilian GirlsDrop The Lime / Curses!

a

Berlin / Hamburg:

DigitalismBoyz NoizeModeselektorEllen AllienApparatSiriusmoJahcooziBooka ShadeHecq

a

Stockholm:

The KnifeThe TouchSebastian IngrossoSteve AngelloJenny Wilson

a

London:

Simian Mobile DiscoErol AlkanHot ChipM.I.A.L-Vis 1990Drums Of Death!

a

Montreal / Toronto:

TigaDJ A-TrakMSTRKRFTChromeo

a

Kopenhagen:

TrentemøllerKasper BjørkeTurboweekendFagget FairysDØDDXD-R

Herzensangelegenheit

7. März 2008

Ja, ich glaube es ist mal wieder an der Zeit. Zeit für einen neuen Artikel und Zeit ein weiteres Mal dem deutschen HipHop hinterherzutrauern. Mann, was war das doch für eine unglaublich entspannter, sorgenfreier und verdammt aufregender Lebensabschnitt. Damals: 1999 – 2001, 10. – 12. Klasse, 15 – 17 Jahre, Hardcore-Abstinenzler – schlimmer Wodka-Lemon Junk, Jungfräulichkeit – Guten-Morgen-Sex, völlige Planlosigkeit – halbwegs-Lebensentwurf. Und immer im Hinterkopf bzw. in den Nebenohrhöhlen: guter deutscher HipHop. Relaxte Beats, Texte die noch Geschichten erzählt haben, Spaß statt Überheblichkeit, Weed statt Koks, „Auf die Bühnen der Jugendzentren und Dorfdiskos bring ich Dirty Dancing und postpubertären Zwangsvulgarismus.“ statt “ Deutsche Mucke ist das Gift und ihr seid gegen uns, weil ich den längsten hab und weil ich damit jeden bums.“.

Ich bin damals gerade von einem dreijährigen Aufenthalt in den USA nach Deutschland zurückgekehrt und war geprägt von amerikanischem Indie und britischem Rock – Oasis, Everclear, Bush, Harvey Danger und dergleichen – was eben in den Staaten gerade so angesagt war. Von HipHop und Rap hatte ich zu diesem Zeitpunkt wenig bis keine Ahnung, auch weil es drüben eben Mitte der Neunziger nichts gab was mich wirklich angesprochen hat: Dre hab ich nicht so wirklich wahrgenommen, Puff Daddy und Gefolge hab ich erfolgreich ignoriert, an Wu-Tang kann ich bis heute nich ran, Gangstarr, The Roots, Mos Def und Konsorten hab ich erst später entdeckt, in die alten Tupac und Biggie Sachen hör ich mich gerade rein. Ich war sozusagen noch unbefleckt.

Zwar hörte ich auch hier weiterhin zu 80% Rock, Punk, und Indie, entdeckte aber vermehrt die deutsche Szene, hauptsächlich bestehend aus der Hamburger Schule – Tocotronic, Blumfeld, Tomte etc. – und Bands wie Readymade, Angelika Express, Sportfreunde Stiller oder The Notwist. Ich hatte gelernt mich soweit wie möglich von deutschem Radio fernzuhalten, kaufte noch CDs und schaute Viva Zwei. Letzterem, mit anderen Worten, dem besten jemals existiert habendem Fernsehsender (aber das ist ein ganz anderes Kapitel…) verdanke ich dann auch meine ersten Gehversuche auf dem Gebiet des deutschen Sprechgesangs. Denn neben ‚Song 2‘, ‚Let Me In‘ und ‚Bleed American‘ rotierten hier eben auch die Videos von ‚Hand auf’s Herz‘, ‚Reimemonster‘, ‚Hammerhart‘ und ‚Fensterplatz‘. Zusätzlich kam hinzu, dass die Clique mit der ich damals noch abgehangen hab nunmal aus Skatern und Kiffern bestand, der Kontakt mehr oder weniger unumgänglich war.

Wie auch immer. Mit eben genannten Songs wären wir eigentlich auch schon bei meinen Helden der damaligen Zeit: Eins Zwo, die Mongo Klikke um die Beginner, Ferris und Dynamite Deluxe, aus Stuttgart Afrob, aus München Blumentopf. Mit Curse oder Spax, den Massiven oder Spezializtz, allem was aus Heidelberg kam oder dem damals noch im Untergrund fungierenden Kool Savas konnt ich noch nie was anfangen. Auch wenn ich den Text zu ‚Pimp Legionär‘ immernoch fast auswendig kann und seine Crew M.O.R. doch den ein oder anderen wirklich guten Titel hatte. Später kamen jedenfalls noch Tefla & Jaleel, RAG, Nico Suave, Creutzfeldt & Jakob und ab und an Azad dazu.

Damals war es scheinbar in jeder zweiten Stadt Deutschlands möglich smoove Beats mit intelligenten Texten zu kombinieren, sodass man sogar mit Recht behaupten konnte, die deutsche Szene hatte einen eigenen Stil entwickelt, ein Art Gegenpol zum amerikanischen Gangsta und Bling Rap als auch eine gewisse Abgrenzung zum rauhen, harten (NTM) bis wahnsinnig flowendem (IAM) Sound der aus Frankreich dröhnte. Die Künstler haben ihre Musik ernst genommen, aber nie zu ernst. Klar wollten auch jeder von seinem Hobby leben können, trotzdem hatte man immer das Gefühl, dass Profit erstmal nebensächlich war und der Spaß im Vordergrund stand. Klar wurde auch hier und da gedisst – man erinnere sich nur an die Sticheleien zwischen Samy und Azad oder MC Rene und… ja, jedem eigentlich – aber es gab Collabos en masse und es herrschte generell ein freundlicher Umgangston. Das Splash! war noch eine Familienangelegenheit und fest in deutscher Hand. Zu den Konzerten kamen Jungs in ranzigen Jeans, Eimsbush Hoodies und ausgelatschen Etnies, Emericas oder DCs.

Und dann kam irgendwann, relativ plötzlich und warum auch immer, der Bruch. Eingeleitet von dem meiner Meinung nach letzten wirklich herausragendem Album dieser Zeit ‚Deluxe Soundsystem‘ von Dynamite Deluxe. Weder Blumentopf mit ‚Eins A‘ noch Eins Zwo mit ‚Zwo‘ kamen an ihre jeweilgen Vorgänger ran. Die Beginner versuchten es zwei Jahre später nochmal mit ‚Blast Action Heroes‘ gingen aber musikalisch schon ganz andere, kommerziellere Wege. Viele andere konnten ihren selbst gesetzten Standards nicht mehr gerecht werden, verschwanden in der Versenkung, lösten sich auf oder versuchten mehr oder weniger erfolglose Stilwechsel.

Klar gibt es viele der damaligen Künstler noch, is ja nich so dass die alle auf einmal entschieden haben alles an den Nagel zu hängen. Aber schaut euch das doch mal an! Blumentopf entwickelt sich seit Jahren nicht mehr weiter, die Beginner haben sich scheinbar vollends dem Pop verschrieben und Samy schiebt Doppelkinn und Wampe vor sich her und macht einen auf Gangster. Wobei er dabei bei weitem nich der einzige ist, schaut nur mal bei MySpace was aus Mr. Schnabel geworden ist… Der Rest werkelt entweder wieder im Untergrund mit wackeligen Videos und schlechter Promo oder hat die Zeichen der Zeit erkannt und aufgegeben. Leute wie die Fantas, D-Flame und Fettes Brot hat eh noch nie jemand ernst genommen. Potenzielle Nachfolger wie Deichkind oder Clueso gingen sehr schnell andere Wege.

Und dann kams ganz dicke. Aggro Berlin erlebte einen kometenhaften Aufstieg. Bushido, Sido und B-Tight warfen mit expliziten Texten nur so um sich. Leute wie Azad und Kool Savas gaben sich dieser Art des Raps nun auch vollends hin. Raptile und Eko wollten einen auf dicke (amerikanische) Hose machen. Das Unvermeidbare nahm seinen Lauf, jetzt bestimmt Berlin das Geschehen und wir haben Fler, Massiv, Baba Saad und Konsorten an der Backe. Von Frauenarzt oder King Orgasmus red ich erst gar nicht. Obwohl ich bis heute bei ersterem nicht sicher bin, ob das nicht alles nur eine sehr gut inszenierte Show ist und er sich insgeheim ständig ins Fäustchen lacht.

Warum verdammte Scheiße ist das so?! Klar, das Angebot bestimmt die Nachfrage. Ich nehm es daher der heutigen ‚Jugend‘ auch nicht übel das sie sich in XXXL Shirts, New Era Caps, Edel Nike Sneakers und Goldketten wirft um ihren Vorbildern nachzueifern. Es gibt ja nix anderes! Wenn man eben damit aufwächst. Was man nicht kennt vermisst man nicht. Bezeichnend ist doch wie wenig Aufmerksamkeit Dendemann’s ‚Pfütze des Eisbergs‘ vor anderthalb Jahren geschenkt wurde. Endlich mal wieder ausgefeilte, intelligente Texte. Aber das interessiert die Kiddies heute nich mehr. Die wollen Zeilen à la „ich hab den größten“, „ich fick deine mudder“ und „fuffies im club“ und nix anderes.

Trotzdem frag ich mich warum die Hochzeit des deutschen HipHops so abrupt zu einem Ende kam. Lag es einfach daran dass „alten Idolen die Ideen ausgingen“? Hatten die alle einfach keinen Bock mehr auf diesen ‚Stil‘? War er nicht mehr lukrativ genug, so dass man einfach neue Wege gehen musste? Oder: War es einfach Zeit?

Egal wie, es ist einfach verdammt schade wenn man sich mit raptechnischer Diätkost zufrieden geben muss, wenn man weiß, dass in diesem Land schonmal Sterneküche zubereitet wurde. Auch wenn ich so diese Musik speziell auf ewig mit einem besonders wichtigen, wertvollen und erinnerungswürdigen Lebensabschnitt verbinden und darin schwelgen kann…

D.I.S.C.O.

17. Februar 2008

Das ist eigentlich ein alter Text, aber weil an anderer Stelle in den Kommentaren mal wieder vergangenen Zeiten hinterhergetrauert wird (ich schau in Deine Richtung, kidyeah 🙂 ), und auch ein gewisser Musikbezug gegeben ist, an dieser Stelle nochmal quasi mein erster Ausflug in’s Zauberland „Diskothek“.

Mein erster Discobesuch war eigentlich kein richtiger. Mit 13 kommt man nämlich in „richtige“ Discos nicht rein. Der Kinderszeneschuppen Abaco war noch ein paar Monate ausser Reichweite, das Galaxis war uns zu erwachsen und vor der Ziegelei, der größten Großraumdisco oder der größte Technoschuppen S-Hs oder was auch immer hatten wir viel zu viel Respekt. Das hat sich zwar kurze Zeit später alles erledigt, aber jetzt noch nicht. Jetzt waren unsere Alternative kirchlich organisierte Kinderdiscos. Das Platzangebot dort war reichlich, wir konnten auf der Tanzfläche mit einem Tennisball bisschen rumkicken, denn ausser uns waren in der Regel nur noch eine Handvoll anderer Heranwachsender anwesend.

Wer waren eigentlich wir? Naja, mein Plan, eine noch coolere Clique als die meines Bruders zu schaffen, nahm Form an. An diesem Abend waren wir zu dritt. Jan, einige Jahre mein bester Freund, ein hochgewachsener, blonder Junge und Traum einiger Mädchen. Und Alexandra… in sie war ich jahrelang verliebt. So richtig. Das hat angefangen, als ich 12 war und endete erst viele, viele, wirklich viele Jahre später. Auch heute denke ich noch einige male an sie. Sie war ein halbes Jahr älter als ich (ihren Geburtstag weiss ich heute noch), genau so alt wie Jan und in jeder Hinsicht perfekt. Und sie hing mit mir rum. Gut, hin und wieder lief was zwischen ihr und Jan, welches eigene Einträge wert ist, aber im Grunde waren wir eine Dreiergruppe. Auch, wie wir uns kennengelernt haben, muss eines Tages erzählt werden. Wie auch immer.

Jedenfalls, dieser Abend war dann doch etwas anders, weswegen ich ihn als ersten Discobesuch gelten lassen kann, auch wenn ich im ersten Satz sage, dass es keiner war. Aber er war weit näher dran als diese Kirchenspackenveranstaltungen. Es war nämlich brechend voll.
Ausgerichtet wurde diese Festivilität von der allseits bekannten Krankenkasse AOK, die ihre reichlichen Beiträge darauf verwendet, Jugendliche behutsam, aber bestimmt in die Welt der Coolness einzuführen, wobei sie natürlich ihren Namen in unsere unausgebildeten Neurostrukturen einbrennen will. Konsequenterweise gab es natürlich kein Alkohol, oder doch? Das weiss ich garnicht mehr. Wahrscheinlich ’n Sixer von der Tanke.

Aus irgendeinem mir unverständlichem Grund war diese Veranstaltung tatsächlich ein Happening, zu dem alle wollten. Schon in der Schule wurde sich verabredet, alle wollten sie kommen. Dabei ist Lübeck nicht klein, und wir waren Suburb-Kinder, die noch extra in die Stadt fahren mussten. Jedenfalls, am Einlass gab es Stempel (STEMPEL!! woohoo!!) auf die Hand und wir durften rein. Jetzt waren wir wer. So, moment of the evening war, dass ich ja in Begleitung des schönsten Geschöpfes der Erde hereinmarschiert bin, ich, der vorher mit Mädchen nicht wirklich viel am Hut hatte! Neidische Blicke meiner Klassenkameraden, die Frage, ob das meine Schwester sei, was ich mit einem diabolischen Grinsen verneinen konnte, nein, eine Freundin ist sie.

Der Abend bestand im Wesentlichen aus 3 Teilen. Dem Vorgeplänkel, also der Unwohlfühlphase bei Discobesuchen, bei der man sich orientiert und ein wenig zur Chartmusik mit dem Fuss wippelt. Ätzend.
Teil 2 dann der Auftritt der Liveband. Jan und ich haben schon vorher abgemacht, die Band auf jeden Fall scheisse zu finden, egal was da kommt. Was war das überhaupt für ein Konzept? Eine AOK-Disco für Jugendliche von 12-17 mit einer Liveband irgendwann mittendrin und ansonsten Cola. Und vor allem, warum war das jetzt so ein Ereignis, zu dem wir alle wollten? Aus heutiger Sicht unerklärlich.
Die Band nannte sich Gizmolotion, ein Begriff, der bei Google genau 0 Treffer ergibt, Jan und ich hatten also recht. Dabei waren die rein objektiv glaube ich garnicht schlecht. Das war so ein Crossover-Ding, wie es dank den H-Blockx gerade ziemlich in war. Oder kamen die erst im Sommer drauf? Wie auch immer, jedenfalls lange bevor man das ganze Nu Metal nannte und bevor mir das auf den Sack ging. Sie hatten sogar ein DJ-Set, so dass wir schon vor ihrem Auftritt lustige Beatbox- und Scratchpersiflagen performt haben. Gizmolotion, Gizmolotion, Giz Giz Gizmolotion, hehe. Die hatten auch so Plüschklamotten an und kamen auf Steckenpferden auf die Bühne, also Mühe haben sie sich schon gegeben. Aber mach das mal mit Jugendlichen, die alles scheisse finden müssen, um sich selbst zu finden. Den enttäuschten Blick des Sängers, der aussah wie Ali G., habe ich heute noch im Kopf. Und tschüss, ihr Rapwichser! Ihr wollt Ghetto, könnt ihr haben, Schluss mit Kaspermucke.

Teil 3 war dann Scooter. Immer und immer wieder. Denn es war definitv ihr Sommer, Stichwort Hyper Hyper. Overhyped and underskilled, aber wir fanden das dermaßen geil und wurden extrem geflashed von diesem Technoohrwurm. Ha! Da fällt mir ein, warum wir alle hinwollten! Angekündigt war ne Lasershow, die wir alle nur vom Henry Maske kannten, die gab es immer vor seinen Kämpfen. Und jetzt halt zu Scooter, bzw. zum DJ, der das in Schleife spielen musste, denn wir brüllten danach. Besonders Annika, die immer wieder nach vorne zum Pult ging um nach Scooter zu fragen.

Annika war eine sehr hübsche Klassenkameradin von mir, aber auch eine ziemliche Schlampe. Sie hatte sich auch kurz darauf von ihrem Freund auf dessen Motorhaube entjungfern lassen und war da auch irgendwie stolz drauf. Also in Gesprächen fand ich das immer billig, aber in meinen Träumen war ich natürlich lumpig wie Spitz und neidisch auf den Glücklichen. Egal.
Von Alexandra kann ich leider nicht viel erzählen, wir haben versucht ein wenig zu tanzen, aber da war kein Rhythmus zwischen uns beiden. Eher zwischen ihr und Jan.

Digitale Musik

10. Februar 2008

Wer kennt eigentlich seine digitale Musikbibliothek in- und auswendig? Mir ist aufgefallen, dass ich das Ipod Song Quiz Spiel schon lange nicht mehr wirklich spielen kann, weil ich die Hälte meiner 20.000 Titel überhaupt nicht kenne, noch nie gehört habe.

Und ich beschwere mich darüber, keine neue Musik zu finden…

Gude Laune Alda!

5. Februar 2008

Weil mich die Machart des Placebo Videos daran erinnert hat. Weil es mir eine Freundin vor kurzem geschickt hat, die meinte, dass sie das in der Dominikanischen immer beim Autofahren-und-Hand-in-den-Fahrtwind-halten gehört haben. Weil es so schön leicht und seicht ist. Und weil es Sommer in Tonspuren gepackt ist.

Hey! Fire 57

30. Januar 2008

Ist euch eigentlich schonmal aufgefallen, dass es zu bestimmten Zeiten in bestimmten Genres einige Elemente oder Worte gibt, die von Bands auffallend oft in ihren Namen eingebaut werden? Ein paar Beispiele:

„Fire“ – Emocore/Indie vor ein paar Jahren: Boysetsfire, Arcade Fire, Fire In The Attic, Amusement Parks On Fire, Friendly Fires, Alexisonfire (Klassiker: Earth, Wind and Fire)

„!“ – Shoegazer/Indie vor ein paar Jahren und anhaltend: Godspeed You Black Emperor!, Panic! At The Disco, The Go! Team, Virginia Jetzt!, PlayRadioPlay!, !!! (Klassiker: Wham!, Oomph!)

Zahlen – Minimal/Electronica z.Zt.: Prefuse 73, M83, Epo-555, Duo505, Kid 606, Zero 7

Zahlen – Rock vor einigen Jahren: Sum 41, JJ72, Vega 4, Death From Above 1979

Ausrufe – Alternative/Indie/Gypsie z.Zt.: Yeah Yeah Yeahs, Oh No! Oh My!, Clap Your Hands Say Yeah!, Oh No Ono, Hey Hey My My

Warum ist das so? Vorallem, warum kommen diese Bands mit ähnlichen Namen immer zur gleichen Zeit groß raus? Signen Plattenfirmen zu bestimmten Zeiten nur Bands mir einem bestimmten ‚coolen‘ Namensschema? Beginnen diese Bands unabhängig von einander in irgendwelchen Garagen, tausende von Kilometer von einander entfernt, mit ähnlichem Musikstil und Namen um dann irgendwann zeitgleich aus ihren Löchern zu kriechen und entdeckt zu werden? Die müssen ja auch mal klein angefangen und sich entwickelt haben. Sprechen die sich ab? Oder gibt es in bestimmten Genres einfach eine unsichtbare, unbewusste, telephatische Verbundenheit zwischen den gleichgesinnten Genies der Branche?

Gebt mir Antworten! Oder zumindest weiter Beispiele… 🙂

Word Document

30. Januar 2008

Falls die Diskussionen hier im Blog mal allzu ernst werden sollten… 😉

Schwellenmusik

29. Januar 2008

Ich hab was festgestellt.

Es gibt zwei „Arten“ der Musik. Es gibt einmal die „Momentmusik“, die einen zu einem bestimmten Moment im Leben prägt- also, zum Beispiel ist das bei mir „Sail Away“ von David Gray, ich muss dann immer an sommerliche Tage im Gras denken bei einem kalten Bier und guten Freunden (und ein bisschen verliebt sein und Schmetterlinge und so ein Rotz), aber verbunden mit Melancholie, weil auf einmal dunkle Wolken aufziehen- naja, ist ja auch egal. Es ist auf jeden Fall ein bestimmtes Gefühl, oder eine Erinnerung, die damit verbunden ist.. Synästhesie nennt man das in der Kunst glaube ich.

Also, Momentmusik. Aber dann gibt es noch eine andere Art, viel subtiler, nicht ganz so leicht zu identifizieren. Das ist die „Schwellenmusik“, also das sind jetzt keine rechtlichen Begriffe oder so, man mag es nennen wie man will, ich nenne es halt so… Schwellenmusik. Das ist wenn man wie auf einer Türschwelle steht- zu einem anderen Leben. Zu einer anderen Phase, ein neuer Weg wird angetreten. Warum das so schwer zu identifzieren ist, liegt wohl daran, dass man meistens erst Jahre später merkt, dass das so eine Schwelle war. Manchmal aber auch früher, und so geht es mir momentan.

Ich habe letztes Jahr „The Knife“ kennengelernt. Wenn ich die Tracks höre, verbinde ich das meistens mit einem bestimmten Gefühl, nämlich so, wie es mir letztes Jahr ging, zu diesem Zeitpunkt, als ich echt ausschließlich nur The Knife gehört habe, tagelang, nächtelang, durch und durch. Ich denke, wie alles andere ist das ’ne Geschmackssache, aber für jeden Synth-Pop, Electro, House und auch Indie Fan sollte dem Duo eine Chance gegeben werden. Es ist anders, seltsam, aber fucking good.

Anyway- eigentlich also Momentmusik, ne? Davon war ja eben die Rede, das man was damit verbindet. Aber das is noch viel mehr. In diesem Jahr hat The Knife mit mir eine Veränderung durchgemacht, oder besser, ich mit The Knife. Dinge haben sich geändert, ich habe mich geändert. Das ist als würde man Umziehen, aber das einzige, was man dabei wirklich mitnimmt- die Musik.

Es ist das erste und einzige Mal, dass ich bewusst diese „Veränderungsmusik“ wahrnehme. Diese Monate, die ich mit „The Knife“ verbinde, das waren die seltsamsten, anstrengensten meines Lebens, davor war alles anders und danach war alles anders… aber dazwischen war The Knife, dazwischen war vor allem „Heartbeats“, vor allem „Pass This On“… das ist Musik, die mich ernährt hat, in einer Zeit, in der ich nicht mal mehr wusste, was Hunger war.

Und weil es kürzlich erst in einem Gastkommentar erwähnt wurde: Die Videos sind auch der Hammer. Hier mein absoluter Favourite von The Knife (oh ja, endlich mal konkret sagen können, dass ich einen Liebling unter vielen habe!) und das passende Video dazu: Pass This On.

Auch wenn man schwer kategorisieren kann, was eigentlich was ist- und obwohl The Knife wirklich das einzige Element ist, dass ich DEFINITIV dieser Schwellenmusik zuordnen würde, jedenfalls bei mir- gibt es auch noch andere, die das bei mir ausgelöst haben. Nicht so krass, viel, viel versteckert, aber es war da, die Veränderungen waren da und die Begleitmusik dazu auch. Darunter gehören auf jeden Fall:

Radiohead, Incubus, und so peinlich das jetzt klingen mag, Eminem. Wenn ihr wisst, was ich meine, dann würde es mich echt interessieren, was eure „Schwellenmusik“ so beinhaltet?

—————-
Now playing: X District – Color Correction
via FoxyTunes

Lange Wege

21. Januar 2008

Es gibt nichts Schlimmeres, als zu WISSEN (und zwar genau zu wissen), dass es neue Tracks gibt, sie sich aber als sehr schwer zu ergattern gestalten.

Das gilt vor allem für Remixe und Indie-Zeugs, Bootlegs oder eben Unreleased Edits von Lieblingsbands und -künstlern, die gerne mal im Internet auf die Pauke hauen (MySpace zum Beispiel). Uffie ist da auch so ’ne kleine Ratte, die jeden warten lässt. Umso glücklicher war ich, endlich den Audioporno Remix zu „Fais Rentrer Les Euro“ von MITCH, Feadz und Uffie gefunden zu haben vor ein paar Tagen. Und dann hat man immer dieses superbefriedigende Gefühl, das Gefühl, das sich auch nach einer langwierigen Schatzsuche einstellen würde: Am Ende die Belohnung.

… zumindest wäre dem so, wenn nicht heute mein Ipod gestorben wäre. Jetzt bringt mir jegliche Musik NADA, weil ich ja nicht dazu komme, sie zu hören. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr mein Herz schmerzt. Hat eigentlich irgendjemand Erfahrung damit, wenn der Ipod zwar vom PC erkannt wird, er aber trotz Reset und Wiederherstellung und Schlagmichtot nicht anspringt (also der Screen bleibt schwarz, man hört aber das Laufwerk)? Wenn ja, Hilfe, Garantie hat der auch keine mehr.

(By the way: Den MITCH Track findet ihr bei Missingtoof).

—————-
Now playing: Feist – 1234 (My!Gay!Husband! Get Up Kid Edit)
via FoxyTunes