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8. Juli 2009

Fuck, die Abstände werden erschreckend groß. Drei Monate, new personal record. Nichtsdestotrotz wollte ich mal wieder Laut geben und ein – diesmal etwas größeres – Konsortium aktueller Playlist Helden vorstellen. Aufgrund der großen Zeitspanne beläuft sich die Anzahl der neuen Favorites auf sagenhafte, exorbitante, intergalaktische 17 Acts. Hehe. Wer weiß, vielleicht kennt ihr auch schon wieder die Hälfte, aber wenn ihr nach dem Artikel auch nur eine halbe neue Lieblingsband habt, dann hat es sich doch schon sowas von gelohnt.

Bei so einem Wust von Namen und Links werd ich mich diesmal enorm kurz fassen,. Ihr kriegt den Link, das Genre, ein ‚klingt wie‘, einen Satz, das gerade in meiner Playlist laufende Album/EP (wenn noch nix vorhanden,  dann MySpace) und das absolute must-hear Lied. Ach genau, alles was aus Skandinavien kommt, hab ich mit nem fetten Smiley gekennzeichnet. Muss ja mal ein bissi represänten. Enjoy.

Hudson Mohawke. ELECTRONICA / GLITCH HOP. Wie ein Beat Digger der ab und zu mal E schmeißt. Läuft grad ganz groß Gefahr in kürzester Zeit von mir totgehört zu werden – 10mal am Tag reicht nich. Polyfolk Dance + 7×7. „Overnight“

🙂 Ken Ring. HIP HOP. Wie andere schwedischer Hip Hop à la Latin Kings oder Looptroop. Der Sound der ersten Alben erinnert an den des guten alten deutschen Hip Hops um die Jahrtausendwende, stammt ja auch aus der gleichen Zeit.Vägen Tilbaka. „Grabbarna Från Vörorten“

Onra. HIP HOP. Wie J Dilla, nur nicht ganz so verspielt. Nice Beats die man gut beim Arbeiten im Hintergrund laufen lassen kann. Chinoiseries. „The Anthem“

Das EFX. HIP HOP. Wie  East Coast conscious Rap im Stile von EPMD oder A Tribe Called Quest. Erstaunlich Nu Skool dafür dass es so Oldskool ist. Straight Up Sewaside + Hold It Down. „Real Hip Hop“

Bobby Birdman. ALTERNATIVE / OTHER. Wie ein Surf Hippie der mal mit Elektronik rumspielen wollte. Letzteres macht ihn wohl zu weird um jemals wie Jack Johnson über Jahre hinweg in sämtlichen deutschen Coffeebars bis zum erbrechen rauf und runter gespielt zu werden. Giraffes and Jackals. „Invisible“

Fnessnej. INDIE / EXPERIMENTAL. Wie hyperaktive 13jährige mit einem Arsenal von Kinderspielzeug. Live der absolue Hammer, die sind genauso durch, wie sie klingen. Stay Fresh, Ey. „Gewehrwolfgang“

Nosaj Thing. ELECTRONICA / HIP HOP. Wie Flying Lotus. Neckbreaking. Drift. „Light#1“

Two Door Cinema Club. INDIE / ROCK. Wie The Kooks oder Arctic Monkeys nur irgendwie… ähm… moderner? Kein Wunder, dass sich Kitsuné die innerhalb kürzester Zeit unter den Nagel gerissen hat. MySpace. „Undercover Martyn“

🙂 Captain Credible. ELECTRONICA / EXPERIMENTAL. Wie ein Weltuntergangsszenario in dem der Teufel Helium inhaliert. Einfach nur irre, mein neuer Lieblings Live Act. MySpace. „Shooting Elephants On The Serengeti“

Matt & Kim. INDIE / ROCK. Wie genau das was sie sind: Design Studenten, die keine Ahnung von Instrumenten hatten aber ne Band gründen wollten. Äußerst sympathisches Duo mit gute Laune Garantie (hab ich das wirklich grad geschrieben…?). S/T + Grand. „Daylight“

Gang Gang Dance. ALTERNATIVE / EXPERIMENTAL. Wie Animal Collective sagen viele – ich finde nicht. Manche Sachen sind absolut genial, manches geht gar nich. Saint Dymphna. „House Jam“

Clubroot. ELECTRONICA / AMBIENT. Wie Burial, nur ruhiger und nicht ganz so traurig. Whoohoo, endlich eine Alternative zum LowDub Gott! Clubroot. „Radio1 Mix“

🙂 Casiokids. ELECTRONICA. Wie das Resultat einer Affaire des Sigur Rós Frontmanns mit einem Gameboy. Klingt komisch ist aber so und ich krieg im Moment nich genug davon. MySpace. „Verdens Storste Land“

🙂 Bang Gang. ACOUSTIC / AMBIENT. Wie Liebeskummer. Irgendwie bekommen die es hin gleichzeittig kühl und behaglich warm zu klingen. Something Wrong. „Inside“

Grizzly Bear. INDIE / FOLK. Wie depressive Vororthicks aus den Südstaaten. Da muss ich inder richtigen Laune sein. Veckatimest. „Two Weeks“

Statistics. INDIE / ROCK. Wie als würden Plushgun, PlayRadioPlay! und Bright Eyes mal die Rocksäue raushängen lassen wollen. Und wenn sie das so machen würden, wie dieser Junge Mann, immer gerne. MySpace.“Final Broadcast“

+

🙂 Maria Mena. ACOUSTIC / POP. Wie Lily Allen und Kate Bush. Nur dass Misses Mena die zwei rein stimmlich mal gehörig in den Arsch fickt. Cause and Effect. „All This Time“

So, und jetzt noch fünf Videos von eben gennanten Künstlern als Appetithäppchen. Hudson Mohawke, Ken Ring, Two Door Cinema Club, Captain Credible und Casiokids.

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Zwei Monate rum, es ist wieder Zeit für nen Artikel 😀

Bin ich froh, dass ich endlich Flying Lotus gefunden hab! Einer seiner Tracks war mir schon vor Ewigkeiten äußerst positiv in einem Live Set von Machinedrum aufgefallen, ich konnte mir aber nirgends in den Weiten des Internets die Setliste besorgen. Und soweit, dass ich jetzt rumgegangen wäre und allen Leuten in meiner Umgebung, die was von Musik verstehen, diese zwei Minuten vorgespielt hätte, ging die Liebe dann auch nich. Eigentlich hatte ich schon aufgegeben, bis eben vor kurzem einer meiner Kollegen die ‚Reset EP‘ von eben diesem Flying Lotus spielte. Dieser eine bestimmte Song, den ich gesucht hatte, war zwar nicht dabei, aber es klang verdächtig nach der Person die ich gesucht hatte. Lange Rede, kurzer Sinn, es stellte sich heraus, er war es und der Track ein Remix von ‚My Room Is White‘ von Mia Doi Todd. Seitdem hab ich mir so ziemlich alles besorgt, was dieser Herr aus Los Angeles produziert hat und bin hellauf begeistert. Supernice, gechillte Beats im Stile eines J Dilla. Wo mir Jay Dee manchmal ein bisschen zu technisch und verspielt ist (= innovative Beats, die aber einfach nur noch ‚weird‘ sind), trifft es Flying Lotus genau richtig. Nicht zu viel um es nicht mehr zu verstehen aber auch nicht zu wenig um langweilig zu sein. Wer es etwas HipHopiger mag sollte sich die Alben ‚July Heat‘ und das von ihm noch nichtmal richtig fertigegestllte aber schon im Internet kursierende  ‚1983‘ reinziehen. Wer es etwas technischer mag, ist mit ‚Los Angeles‘ gut bedient. Hier nun der besagte Remix, der mir einst schlaflose Nächte bereitet hat und für mich immernoch einer seiner besten Tracks überhaupt ist:

Nun was ganz anderes, und zwar Tokyo Police Club. Die vier jugen Kanadier machen schönen, happy Indie/Post Punk mit äußerst catchigen (Sidenote: ich entschuldige mich übrigens explizit dafür, dass mir anscheinend die Macht über die deutsche Sprache immer mehr zu entgleiten scheint und ich mich nur noch mit so halb-verkrüppelten Anglizismen wie diesem ausdrücken kann) Melodien. Sie klingen immer ein klein bisschen überdreht und irgendwie unter dem Zwang ihre Songs ganz schnell zu Ende spielen zu müssen, weil sie noch wo hinmüssen. Aber das macht in meinen Augen gerade den Reiz aus. Zudem finde ich, dass sie in all ihren Low Budget produzierten Videos sowas von sympathisch aussehen, dass man sie die ganze Zeit nur knuddeln will. And I am not gay. Das einzige ‚richtige‘ Album ‚Elephant Shell‘ ist fast durchgehend mit Note 1 zu bewerten, die EP ‚A Lesson In Crime‘ und die Elephant Shell Bonus Disc mit Remixen fallen dagegen ein bisschen ab. Achja und den RAC Remix von ‚Be Good‘ will ich übrigens heiraten. Hier ‚Your English Is Good‘ mit einem für meinem Geschmack etwas zu klischee-igem 8mm-der-Sommer-ist-bald-da-Juchhei Look.

Deaf Center ist eines der vielen Projekte (u.a. noch das z.zt. recht erfolgreiche ‚Svarte Greiner‘) von Erik K. Skodvin, der zufällig einer der besten Freunde meines Praktikantenkollegen Stian ist. Letzterer hat mich natürlich auch erst auf das schiefe Brett gebracht, dass die Musik ist, die dieser junge Norweger da produziert. Laut eigener Aussage ist das Genre ‚Dark Ambient‘ während er im speziellen etwas mit Streichern, Klavier und Unmengen an technischem Gerät produziert, was er ‚Acoustic Doom‘ nennt. Es zu beschreiben ist schwer, ein bisschen wie ein vollgedröhntes ‚Pure Moods‘, dass sich die Pulsadern aufschneiden will. Es ist äußerst düster, veträumt, nicht selten traurig bis schwer depressiv. Der wohl treffendste Begriff den ich bis jetzt dafür gehört hab, ist ‚Soundscaping‘. Am besten ihr hört es euch selbst an. Das Album ‚Pale Ravie‘ wird in gewissen Kreisen als eine Art Meilenstein der Musik gehandelt, ‚Neon City‘ kommt etwas elektronischer daher und den Rest hab ich leider noch nicht anhören können. Das hier ist übrigens kein offizielles Video, aber das Beste was ich finden konnte.

The Bloody Beetroots sind ja fast schon ein bisschen outdated, wenn man mal davon ausgeht, das Ed Banger und Konsorten ihre besten Zeiten wohl hinter sich haben. Trotzdem ist es gut zu sehen, dass in diesem Genre noch etwas produziert wird, was ein wenig hervorsticht aus dem, was in meinen Augen in letzter Zeit doch recht ‚einheitsbreiig‘ geworden ist. Warum genau sie in meinen Augen irgendwie anders klingen, kann ich leider auch nicht sagen, die Anleihen an Justice oder Krazy Baldhead sind ja nun wahrlich unverkennbar – vorallem der unglaubliche harte Bass. Vielleicht liegt es einfach daran, dass sie aus Italien kommen 😉 . Und auch wenn mir bei solch geballtem Hipsterism fast das Kotzen kommt, will ich unbedingt mal auf so eine Party.

So, jetzt noch ganz schnell etwas, dass ich noch zuwenig kenne um länger etwas darüber schreiben zu können. N.A.S.A. scheinen die neuen Lieblinge der amerikanischen Hipster Szene zu sein, zumindest soweit, wie eine HipHop produzierende DJ Combo das werden kann. Auf ‚The Spirit Of Apollo‘ haben sie jedenfalls ne ganze Latte ungewöhnlicher Collabos auf die Beine gestellt. Und sie haben ein Video gemacht, das bei jedem  Designer, der in derzeitige Illustrationstrends verliebt ist, multiple Orgasmen hervorrufen sollte.

P.S. Girl Talk ist live wirklich fast so gut wie ich ihn mir immer vorgestellt hab *schwärm*.

Nach sage und schreibe zwei Monaten+ bring ich es doch tatsächlich endlich mal wieder auf die Reihe einen Artikel auf unserem seit geraumer Zeit dahinsiechenden musikalischen Kollektivblog zu verfassen. Whoopee. Naja, immerhin wird der dafür wieder ein bisschen länger 🙂 Meine iTunes Library wächst ja Woche um Woche um mehrere 100MB (Ohne Mist, ich hab mittlerweile nur noch 3GB von 60 auf meinem guten alten iBook frei, weil knapp 40 mit Mucke voll sind. Alles andere, wie Fotos etc. wird bereits nur noch auf der externen gespeichert…), aber die Sachen, die ich mir dann auch über eine längere Dauer anhören kann, sind doch recht überschaubar.Wie schon beim vorletzten Mal, hier also wieder vier Bands, die sich zu diesem erlauchten Kreis zählen können.

Auf die Australier The Presets bin ich, wie so oft, in meinem Praktikum gekommen (AirTunes baby!). Am Anfang gar nicht für voll genommen und erst als einer meiner Kreativ Chefs in die Runde schrie „Who’s playing that gay music?!“ mal richtig hingehört. Was jetzt nicht heißen soll, dass ich immer erst beim Stichwort ‚gay‘ hellhörig werde. Obwohl, in der Agentur eigentlich schon, weil die Bezeichnung dort aus irgendeinem Grund neben seiner ursprünglichen noch eine Art neidisch-postive Bedeutung hat. Egal. Jedenfalls hören sich die zwei Jungs für mich wie eine Mischung aus Depeche Mode (60%), Shiny Toy Guns (30%) und Junior Boys (10%) an. Allein wegen dieser Namen sollte man sie sich schon mal geben. Das Album ‚Apocalypso‘, über welches ich hier im Speziellen referiere, ist zwar nicht durchgängig ein Burner, aber fast. Auch wenn es zwischendurch ein paar Durchhänger hat – davon aber auch gute, wie z.B. ‚Aeons‘ –, Songs wie ‚Kicking and Screaming‘, ‚This Boy’s In Love‘ oder ‚My People‘ reissen es immer wieder raus bzw. mich mit. Ein weiterer Plus der Beiden: sie machen killer Videos. Et voilà, hier der Beweis:

Wie ich über The Glitch Mob gestolpert bin, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr genau. Ich weiß nur noch, dass ich zuerst auf eines ihrer Crew Mitglieder, edIT, aufmerksam wurde. Aber woher der wieder kam, keine Ahnung. Ich muss zugeben, der Mob, wie auch as gesamte Genre sind noch relativ neu für mich. Auch wenn  mir Glitch bzw. Glitch Hop zwar schon seit Bands wie Machindrum, Glitch Bitch, Jahcoozi oder Kid606 bekannt ist, so richtig befasst hab ich mich noch nie damit. Dafür konnte ich mir die ganzen eben genannten nie lang genug anhören, mit Ausnahme von Machinedrum vielleicht. Irgendwann wurde es einfach zu nervig.  Obwohl, laut Wikipedie zählt ja angeblich auch Prefuse 73, eine meiner All-Time Favorites überhaupt, auch zu diese Art Musik. In meine Augen allerdings völliger Blödsinn – die sind vielleicht irgendwo Hip Hop (Beats) und Ambient (Tempo), aber nicht Glitch. Ich drifte schon wieder ab. Zu The Glitch Mob bleibt mir eigentlich nicht viel zu sagen, außer, dass ich schon lange nichts mehr gehört hab, was so zwanghaft einen Bewegungsdrang bzw. zumindest härtestes Kopfnicken in mir ausgelöst hat, wie eben das. Ich bin im Moment noch dabei mich durch die ganze Crew – neben edIT, noch Boreta, Kraddy und Ooah – zu hören aber bis jetzt nehmen die sich eigentlich alle nichts. Die gemeinsamen Mixtapes sind eh der Hammer, die Jungs scheinen sich perfekt zu ergänzen. Auf jeden Fall ab jetzt ganz oben in meiner Liste der Bands, die ich unbedingt ganz bald  live sehen mus. Auch – oder gerade weil – die Typen sichtlich Spaß an ihrer Arbeit haben.

Über MGMT wollt ich eigentlich schon länger mal was schreiben, aber so überragend, dass die ihren eigenen Artikel bekommen würden, sind sie dann auch nicht, hehe. In Norwegen kommt man an denen eh schon lange nicht mehr vorbei – nach Download Statistiken sind die hier die absolute Nummer eins des letzten Jahres. Und auch in Dänemark scheint man auf den Geschmack gekommen – als ich kurz vor Weihnachten in Kopenhagen war, lief ‚Kids‘ in irgendsoeinem über-hippen Designer Klamotten Laden auf Dauerschleife. Als ich mich dort langweilte, währen meine Freunde gerade treasure hunting waren, kam übrigens gerade Trentemøller reingeschneit. Is halt doch ein Kaff 😉 . Anyways, in Deutschland sind sie wahrscheinlich ebenfalls längst im Mainstream gelandet – ich habs nur wieder noch nich mitbekommen. Ich selber hab sie auch erst entdeckt, als ich damals auf dieser That’s It That’s All Premiere war. Da war ‚Kids‘ nämlich einer der wenigen guten Stücke im Soundtrack. Und ich bin mir fast sicher, dass ich das gleiche Lied schon in irgendeinem anderen Snowboardmovie schonmal gehört hab. Aber im Grunde genommen sind die zwei Jungs auch nicht mehr als das – perfekte Hintergrundmusik für Schneebrettfilme. Eingängige Melodien, angenehmes Tempo, 80ies Touch. Ohne irgendeine visuelle Ablenkung finde ich die hohen Stimmen auf Dauer zwar etwas nervig, trotzdem auf jeden Fall empfehlenswerte Mucke. Neben ‚Kids‘ sind für mich auf dem Album ‚Oracular Spectacular‘ noch ‚Time To Pretend‘, ‚Electric Feel‘ und ‚Of Moons, Birds & Monsters‘ herausragend.

So, bei Robots In Disguise fasse ich mich jetzt kürzer, langsam werden die Finger müde. Auch nicht mehr ganz taufrisch, hab ich die entdeckt, als ich irgendwann mal gelesen hab, dass Chris Corner / IAMX deren drei Alben produziert hat. Auch wenn mir die zwei British Ladies rein äußerlich aus irgendeinem, mir auch selbst noch nicht ganz verständlichen Grund, irgendwie unsympathisch sind, so kann ich nicht leugnen, dass ihre Musik nicht von schlechten Eltern ist. Da ich im Moment keinen Bock hab irgendwelche Vergleichsbands rauszukramen (ok, spontan vielleicht Le Tigre und ein bisschen auch die Band mit dem schönsten Frontrfauen Trio der Welt, Tilly and The Wall), schaut bzw. hörts euch einfach selber an. Empfehlenswerte Tracks: ‚Turn It Up‘, ‚Argument‘, ‚D-I-Y‘ und ‚Boys‘.

P.S. Achja und im Moment geh ich aus irgendeinem Grund noch tierisch auf Rihanna’s „Umbrella“ ab. Schlimm schlimm 😉

P.P.S. Und kann mal bitte irgendwer wieder das Theme ändern. Das hier ist ja grauslich…

M83 Live!

11. Oktober 2008

Yeah, ich hab sie gestern gesehen und sie waren guuuut! Hab aber grad eben schon nen Artikel über sie geschrieben, deswegen jetz nich noch mal das ganze 😉 . Hier der Link.

Broken Kelpe of the Li

30. September 2008

Ja, meine Lieben. Schon wieder ein Monat rum und wieder nix passiert auf diesem einst so rege betriebenem Blog. Wasn da los, die Herren und Dame der Schöpfung? Kein Bock, keine Zeit, Musikgeschmack verloren? Naja. Nachdem ich jetzt feststellen musste, das Top Billin gar nicht mehr sooo neu ist, wie ich dachte – ich es nur einfach mal wieder zu spät mitbekommen hatte – versuch ich mich jetzt erst gar nicht wieder in großer Hype Machine Manier wichtig zu machen, sondern schreib einfach über Musik, die mich im Moment sehr glücklich macht 🙂 .

Ja, denn seit ein paar Wochen finden sich vier weitere Bands im erlauchten Kreis meiner 576-was-weiss-ich-das-ändert-sich-doch-eh-ständig Lieblingsbands aller Zeiten wieder. Allesamt wieder über fremde iTunes Libraries bzw. die Zusendung einer Freundin. Ersteres – wie schon ein paar mal erwähnt, mein bevorzugtes Medium auf der Jagd nach neuer Musik – erlebe ich gerade in einer Art Version 2.0. Musste ich sonst, sprich an der Uni, immer ständig selbst durch alle sich mir bietenden und Teils sehr umfangreichen Bibliotheken wühlen, wird mir diese Arbeit im Moment mehr oder weniger abgenommen. Eine Arbeit mit der ich schon ganze Tage vergeudet habe – obwohl mir der Terminus ‚vergeudet‘ hier doch etwas zu negativ erscheint – erledigt es sich gerade von ganz allein. In der Agentur haben wir nämlich diese wunderschöne Erfindung namens AirTunes. Heisst, es steht ein äußerst hochwertiges Soundsystem im Mittelgroßraumbüro auf das jeder via WLAN seine eigen Mucke streamen kann. So hör ich fast den ganzen Tag mir noch unbekannte Melodeien und muss einfach nur mal kurz „Who is that?!“ in den Raum brüllen, schließe mit einem etwas leiserem „Can I have that?“ an und schon hab ich ein Album mehr, was mir den Abend versüßt.

Als da wären folgende:

Der wunderbare Kelpe. Ich glaube, seit Chris Clark und Burial hab ich nie wieder einen Künstler aus dem Electronica Genre so lange Zeit an einem Stück hören können, wie ihn. Leider habe ich im Moment meine Finger nur an sein nicht mehr ganz aktuelles Album „Sea Inside Body“ kriegen können, aber das ist erste Sahne. IDM meets M83. Gibt’s was besseres? Aber überzeugt euch selbst, hier ein Video zum Track ‚Half Broken Harps‘ von seinem neusten Album ‚Ex-Aquarium‘:

Als nächstes, die wundervollen Late of the Pier, die ich kurz danach entdeckte. Für ihr erstes und bisher einziges Album ‚Black Fantasy Channel‘ hab ich ein Weilchen länger gebraucht, um mich hineinzuhören. Aber so ist das ja immer mit den besten. Ich kannte die Band namentlich schon seit einem halben Jahr durch einen Remix ihres Songs ‚Broken‘, der mich zu der Annahme verleiten ließ, sie wären eine von vielen Nu-Rave/Electro Formationen, die zufällig mal zu den Ehren kam, von Portasound gecovered zu werden. As it turns out though, ist es eine Britrock Combo mit sehr vielen Electronica Einflüssen. Am ehesten noch vergleichbar mit den Klaxons. Fand ich am Anfang nur ihren Song ‚Random Firl‘ gut, ist es mittlerweile das ganze Album. Kleiner Tip: die letzten 40 Sekunden von ‚Focker‘ – to die for. Im November übrigens in Oslo – Whoohoo! Hier ihre zweite Album Auskopplung ‚Bears Are Coming‘:

Die dritte im Bunde ist die wunderschöne Lykke Li aus Schweden. Auch sie tat ich einst, nach einmaligem Hören irgendeiner ihrer Songs (weiß nicht mal mehr welcher) als „Nö, mag ich nich.“ ab und beachtete sie trotz mehrmaligem Wiedersehens/-lesens nicht weiter. Nachdem mir aber eine gute Freundin mit exquisitem Musikgeschmack vor kurzem den Link zu einem ihrer Videos zukommen ließ bin ich ein kleiner bis mittelgroßer Fan geworden. Eigentlich gehen mir ja gerade sämtliche alternativen „Ihre Stimme ist was ganz Besonderes!“ Mädels gehörig auf den Sack, die das ‚Business‘ seit CocoRosie und Feist auf den Markt geworfen hat – Amy Winehouse, Kate Nash, Amy MacDonald (ja, die kamen alle erst danach…) etc. um nur einige zu nenen. Aber diese Frau mit ihren zarten 22 Jahren fasziniert mich irgendwie. Kann ihrem Sound, und vorallem ihren Dance Moves!, irgendwie mehr abgewinnen als dem ganzen anderen Gedöns. Warum genau weiß ich jetzt auch grad nich. Vielleicht, weil ich hie und da eine gewisse Ähnlichkeit zu The Knife zu erkennen glaube. Siehe unten ‚Little Bit‘ vom Ertlingswerk ‚Youth Novels‘. Desweiteren noch zu empfehlen ‚Breaking It Up‘ und ‚I’m Good, I’m Gone‘.

Zu guter Letzt noch das schon seit geraumer Zeit umherwandelnde wundersame Musikkollektiv Broken Social Scene. Immer wieder empfohlen worden, besonders von Freunden überm großen Teich, immer keine Lust oder Zeit gehabt, mich mit ihnen auseinanderzusetzen. Ehrlichgesagt weiß auch jetzt ich nicht viel über diese kanadische ‚Supergroup‘ mit ständig wechselnder Besetzung (u.a. auch Leslie Feist), außer, dass mir im Moment so ziemlich jeder ihrer Songs, der über meine Playlist läuft verdammt gut gefällt. Ansprechend finde ich insbesondere den Fakt, dass sie wirklich immer anders klingen – was wohl auf gerade eben erwähntes ‚Durchmischen‘ zurückzuführen ist – auch wenn etwas Post-Rockiges immer wieder durchscheint. Um ihre Bandbreite zu demonstrieren, hier gleich zwei Videos, die das ganz gut demonstrieren: ‚Almost Crimes‘ und ‚Pitter Patter Goes My Heart‘ . Alben gibts schon mehrere, fragt mich aber nich, wie die alle heißen.

It’s About Damn Time

29. August 2008

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Kanns da was besseres geben, als die zwei Harros von eben, die das Niveau wieder heben.

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So, nach Wochen der Lethargie bezüglich aller Belange meines Lebens, habe ich beschlossen, mich wieder in die sogenannte Gesellschaft einzugliedern. Neben den gewohnten Dingen wie Nahrungsaufnahme, einer geregelten Tätigkeit (Job?) nachgehen, amerikanische Serien konsumieren und soziale Kontakte pflegen, Alkoholkonsum und exzessiven Parties gehört dazu auch das Verfassen des ein oder anderen Eintrags auf diversen Blogs. Ich hab nen ultra-stressigen Umzug in die Hauptstadt Norwegens hinter mir, bin gerade mal einen Tag in der Agentur und bekomme schon vom Kollegen zu meiner rechten – seines Zeichens nebenbei lokale DJ-Größe – den neusten ‚hicen shice‘ in Sachen Clubmusic zugeflüstert. Ich merk schon, ich muss irgendwie meinen Arsch immer erst in nördliche Hemispheren hieven um wieder an gute, mir noch unbekannte Musik zu kommen. Die Skandinavier, tsts.

Wie auch immer. Ich muss ja selbst bekennen, dass mir die Leute von Ed Banger, Kitsune, den ganzen kleinen Berliner Labels und viele der dazugehörigen Refixer schon seit geraumer Zeit nicht mehr das geben, was sie vor zwei Jahren getan haben. Was soll ich sagen, es hat sich ausgehört mit Nu-Rave und Konsorten. Sie haben die Clubszene auf jeden Fall gehörig aufgemischt, einen Hype wie seit Jahren schon nicht mehr ausgelöst. Doch irgendwie hab ich das Gefühl, es kommt nicht viel nach, sie treten auf der Stelle. Es wird kreuz und quer gefeatured und geremixed (nebenbei mal ein Hoch auf Neudeutsch) aber was wirklich neues kommt nicht dabei raus. Man hat jeden Beat, jede Stimme ja doch schon irgendwann mal gehört.

Naja, und dann hat mir eben wie gesagt heute mein Kollege folgende Worte zugehaucht: Top Billin. Alter! Nie gehört, aber die zwei Finnen scheinen die skandinavische Szene schon seit geraumer Zeit im Griff zu haben. Wohl nur noch eine Frage der Zeit bis Welle nach England und Frankreich schwappt um dann irgendwann mit gehörigem Abstand auch in Deutschland zu landen. Denn überhaupt scheint gerade ein stilistischer Umbruch im Gange zu sein. Weg von den harten Miami Beats zu einer Renaissance des Baltimore Club, bei dem hierzulande der Name Diplo vielleicht dem ein oder anderen ein Begriff ist. Der Herr fand auch schon mal in meinem ‚Which City Would Win This Battle?‘ Beitrag kurze Erwähnung.

Ich gebe ja zu, was die Jungs da machen ist keine Musik-Revolution. Und trotzdem habe ich das Gefühl, etwas zu hören, was mir in dieser Form noch nicht in die Ohren gekommen ist. Es erinnert in der Machart vielleicht ganz entfernt an Leute wie Tittsworth, Girl Talk oder Chew Fu aber dann auch wieder gar nicht. Und ja, auch hier kennt man jedes zweite Sample in- und auswendig. Irgendwie ist es mir hier jedoch egal. Ich weiß auch nicht, vielleicht sind es einfach die Arrangements die mich überraschen, dabei neu erscheinen und mich endlich wieder unendliche Lust verspüren lassen, den nächsten besten Club aufzusuchen um mal wieder gehörig abzufeiern.

Und damit ihr endlich auch in den Genuss dieses von mir so hoch gepriesenen Duos kommt, hab ich mal sämtliche Blogs und Freebie Seiten abgegrast und ein schmuckes kleines ZIP zusammengestellt, welches hier euch jetzt in den nächsten zwei Wochen hier runter- und reinziehen könnt. Besonders empfehlenswert aus meiner Sicht: Hoes & House, My Girl Wants To, One Last Time und San Fran. Enjoy yourselves, bitches!

Autoscooter

16. Mai 2008

Die Musik ist, wenn auch einigermaßen gut, fast zweitrangig – was zählt ist der Name dieser beiden: Elektro Willi und sein Sohn. Die Songtitel sind auch nich schlecht. Göttlich.

‚Das Knacken In Der Rille‘ ist übrigens das bessere Lied.

Stress

2. Mai 2008

Ah! Ich komm nich zum Schreiben! Darüber, wie viel schöne Musik es gibt, welche neuen Hypes ich verfolge, Genres, die mir zugänglich gemacht wurden!

Deshalb gibt’s jetzt erst mal das neue Video von Justice, „Stress“, einen Track, den ich immer schon ziemlich beschissen fand. Er geht halt auf dem sonst so wunderbaren Album eher unter. Das Video ist, und ich glaube, damit habe ich den neutralsten Ausdruck gewählt, den man dafür finden kann – recht cool. Interessanterweise wird es wohl nicht auf MTV und Co laufen, wurde dafür aber auf Kanye West’s Blog veröffentlicht. Whoop-dee-doo.

Viel Zu Krass

29. April 2008

Was Ronald Jenkees da aus seinem Keyboard zaubert. Bin noch am diskutieren mit nem Kumpel ob die nerdyness gespielt oder echt ist.

Und was Greg Pattillo so auf seiner Querflöte raushaut is auch nich zu verachten.

Paris:

JusticeDaft PunkUffieDJ MehdiSebastiAnBusy PMiss KittinPara OneFeadzNôze

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New York / Pittsburgh / Washington:

Girl TalkChew FuAC SlaterESTAWTittsworthDLakeBrazilian GirlsDrop The Lime / Curses!

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Berlin / Hamburg:

DigitalismBoyz NoizeModeselektorEllen AllienApparatSiriusmoJahcooziBooka ShadeHecq

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Stockholm:

The KnifeThe TouchSebastian IngrossoSteve AngelloJenny Wilson

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London:

Simian Mobile DiscoErol AlkanHot ChipM.I.A.L-Vis 1990Drums Of Death!

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Montreal / Toronto:

TigaDJ A-TrakMSTRKRFTChromeo

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Kopenhagen:

TrentemøllerKasper BjørkeTurboweekendFagget FairysDØDDXD-R