Beautiful Beats

1. November 2008

Bin seit langem mal wieder auf ein HipHop Album / Mixtape gestoßen, bei dem sich fast alle Tracks auf dem gleichen, hohen Niveau bewegen. Das Mixtape namens ‚Brooklyn’s Finest‘ ist vom italienischen Beat Producer Ceasar und vereint in jedem Song zwei der All Time Greats: Jay Z und Biggie.

Die Beats sind der Hammer, die Raps sowieso. Ich glaube, seit Jay Z’s ‚Grey Album‘ nicht mehr so kraftvolle Bässe und – wenn man das heute überhaupt noch sagen kann – innovative Samples gehört zu haben. Das Gefühl einer solch starken Kontinuität, eines durchgängigen Flows durch das gesamte Album hatte ich das letzte Mal bei Ratatat’s ‚Remixtape No. 2‘. Ceasar schafft es irgendwie, typische East Coast Beats mit einem gewissen europäischen Touch zu versehen. Absolut empfehlenswert für Fans vom einen und/oder anderen. Hätte nicht gedacht, das etwas so gutes, hiphop-iges aus Italien kommen kann 😉 .

Ich werde das Mixtape nicht online stellen – bei ganzen Alben hab ich dann doch meine Skrupel. Versucht es irgendwo anders zu bekommen. Aber hier mal ein Vorgschmack auf was euch erwartet:

The Real Deal

13. Februar 2008

Ich LIEBE 2Pac. Das ist mal echte Ghettomusik. Im Sinne von Hip Hop natürlich. Es gibt zwei Tracks, die mir besonders am Herz liegen, weil ich mit 12 die Zeit meines Lebens hatte, wo ich unbedingt sein wollte wie die ganzen coolen (schwarzen) Rapper. Oh ja, ich wollte schwarz sein. Und bevor ich es vergesse, außerdem wollte ich schon immer ein Junge sein, das hat auch erst kürzlich aufgehört, als mir aufgefallen ist, das Männer sowas wie Vorhaut haben und ich lieber dafür monatlich blute.

Anyway. Ich mag 2Pac ja. Ich mag Biggie nicht, der ist irgendwie fett und nervig und nicht cool gewesen (auch wenn ich mittlerweile alt genug bin, um die Künste hinter seinen Tracks zu erkennen und zu aktzeptieren, wenn auch unter viel Leid und Qualen). Also, mit 12 entdeckte ich Westside und so weiter und so fort und hab dann auch nur noch Baggy-Klamotten angezogen und sah aus wie Lil‘ Kim als Typ verkleidet in weiß und post-pubertär mit arabischem Flair.

Also eigentlich sah ich überhaupt nicht aus wie Lil‘ Kim.

Kommen wir zum Punkt. 2Pac ist cool. Und diese zwei Tracks sind fett und haben gerade einen re-entry in meinen aktuellen Playlisten geschafft. Let’s roll!

Das war Hit Em Up. Der beste Track, ungefähr. Diss die Fetten! Naja, der andere ist California Love, aber da ist das Video echt unter aller Sau beschissen, find ich. Ist halt nicht Kanye West, nech.

Da fällt mir ein, ich höre heute immer noch lieber das Zeug von der Westcoast als von der Eastcoast. So Fatzken wie P-Diddy-Puff-Daddy kann ich überhaupt nicht, da muss ich immer ein bisschen in meinem Mund rumkotzen. Dann dreitausendundzwei Mal lieber Dre und den nervigen, strohigen Snoop Dogg, der seit neuestem auch Musik mit britischen Boybands macht (zu was einen das Geld wohl noch so zwingen mag, hm!). Obwohl ich ja New York lieber mag als L.A… dafür finde ich aber, dass San Francisco (wohlbekannt als die Hochburg des schwarzen Hip Hop… ha. ha.) ungefähr die schönste Stadt in ganz Amerika ist. Jedenfalls die schönste, die ich gesehen habe. In Amerika. Nordamerika. In den Vereinigten Staaten.

Möp. Muss schlafen gehen.